Autor:Jurek Becker

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Jurek Becker (1937–1997), in Łódź geboren, hat dem Ghetto die Lüge gegeben, die eine Weile lebendig hält. Jakob der Lügner ist keine Chronik der Vernichtung, sondern die Geschichte eines Mannes, der ein Radio erfindet, weil die Wahrheit die Hoffnung umbringen würde.

Leben

Kindheit im Ghetto Litzmannstadt und in Lagern, die der Vater mit ihm überlebte; die Mutter kam um. Aufwachsen in Ost-Berlin, Studium, die SED, der erste Roman 1969: Der Umweg war dieses Kindheitswissen, das er nicht als Zeugenschaft ausschrieb, sondern als trockenen Witz. Nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns geriet er in Konflikt mit der Partei, ging in den Westen und blieb ein Berliner Erzähler. Er starb in Svendborg.

Wirkung

Becker hat das Ghetto von innen erzählt, ohne den Widerstand zu heroisieren und ohne das Entsetzen in Pathos zu übersetzen. Jakob Heym lügt Siegesmeldungen, weil die Leute sonst aufgeben; die Komik sitzt im Satz, das Grauen in dem, was niemand mehr sagt. Es ist eines der wenigen Bücher der DDR-Literatur, die diesen Ort nicht zur Kulisse der Antifaschismuslehre machen. Der Ton bleibt gesprächig, als säße man noch in der Küche, während draußen die Ordnung die Namen streicht.

Die DEFA-Verfilmung und die spätere amerikanische Fassung haben Jakob ins Bild gesetzt, oft milder als der Text. Im Westen las man den Autor als Kronzeugen gegen die DDR, im Osten als den, der das Ghetto durfte. Beides ist zu grob. Die späteren Romane halten fest, was aus Überlebenden und ihren Kindern wird, wenn die Lüge nicht mehr schützt. Wer nach Becker über Hoffnung im Lager spricht, spricht hinter einem Radio, das es nicht gibt.

Werke

In Auswahl außerdem: Der Boxer, Bronsteins Kinder, Amanda herzlos.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.