Autor:Johannes Mario Simmel

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Johannes Mario Simmel (1924–2009), in Wien geboren, hat dem Agentenroman den Koch gegeben, der den Krieg nicht zum Festessen macht. Es muß nicht immer Kaviar sein schickt den Pazifisten Thomas Lieven durch die Dienste; gerettet wird, wer isst, nicht wer schießt.

Leben

Wien, Film, der Krieg, dann die Bundesrepublik, die ihn in Millionenauflage las, und Zürich, wo er starb. Der Umweg war diese Unterhaltung, die er nicht für gering hielt: Simmel schrieb lang, gefällig, stoffsatt, und die Kritik nannte oft nur das Gefällige. Kaviar, Jimmy, der Stoff der Träume – die Titel wurden geflügelte Worte, während das Feuilleton zur Seite sah. Marcel Reich-Ranicki konzedierte ihm den Blick für Stoffe; andere hörten nur den Markt.

Wirkung

Es muß nicht immer Kaviar sein hält beides aus: Es ist ein Agentenroman, der den Agenten nicht ernst nimmt, und ein Kochbuch, das den Krieg nicht zum Festessen macht. Gegen Ian Flemings Bond, der zur selben Zeit die Welt als Spielzeug braucht, steht hier ein Mann, der die Welt loswerden will. Die Rezepte haben das Buch über die erste Lesung hinausgetragen; wer sie nachkocht, hält ein Stück der Handlung in der Hand.

1961 kamen Kinofilme mit O. W. Fischer, 1977 eine Fernsehfolge mit Siegfried Rauch; die Bilder haben Lieven zum Lebemann gemacht, der Roman gibt ihm mehr Furcht. Simmel hat den Kontinent als Fluchtlinie geschrieben, nicht als Schlachtordnung. Wer nach 1960 einen deutschen Agenten wollte, der kein Held der Abwehr war, fand ihn hier: am Herd, wider Willen, und am Ende totgesagt, damit er Ruhe hat.

Werke

In Auswahl außerdem: Und Jimmy ging zum Regenbogen, Der Stoff aus dem die Träume sind, Die Antwort kennt nur der Wind.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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