Hans F. K. Günther (1891–1968), in Freiburg geboren, hat den Deutschen das Gesicht als Ausweis beigebracht. Die Rassenkunde des deutschen Volkes von 1922 wurde Lehrbuch, Bildtafel und Behörde; sie hat der nationalsozialistischen Aussonderung die Sprache einer Schulwissenschaft geliefert.
Leben
Freiburg, Germanistik und Anthropologie, der Lehmanns-Verlag in München, Jena als Lehrstuhl des Regimes. Der Umweg ist das Photo: Wer Menschen in Typentafeln ordnet, macht aus dem Nachbarn ein Exemplar. 1930 rief Frick ihn nach Jena; 1935 erhielt er den NSDAP-Preis für Wissenschaft. Nach 1945 internierte man ihn kurz; er starb 1968 in Freiburg, ohne die Lehre zu widerrufen.
Wirkung
Günther hat Grants und Chamberlains Rangordnung in den deutschen Schul- und Behördenalltag übersetzt. Aufnordung, Partnerwahl, der Jude als Fremdkörper: Das sind nicht Randbemerkungen, sondern der Zweck des Buchs. Die Photographien schulten ein Auge, das später an Grenzen und in Ämtern entschied.
Die Nachwelt hat ihn als Pseudowissenschaftler abgelegt und damit unterschätzt, wie sehr eine falsche Wissenschaft Verwaltung werden kann. Wer nur den Spottnamen »Rassen-Günther« kennt, kennt die Peinlichkeit. Wer die Auflagenzahlen kennt, kennt die Mitte, die sich daran schulte.
Werke
In Auswahl außerdem: Rassenkunde Europas, Ritter, Tod und Teufel.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.