Autor:Gerhart Hauptmann

1862 1946
(Weitergeleitet von Gerhart Hauptmann)
Dramatiker · Literatur · 19./20. Jahrhundert
Literatur


Gerhart Hauptmann, in Ober-Salzbrunn in Schlesien geboren, hat dem Naturalismus die Bühne gegeben, auf der Armut nicht Folklore ist, sondern Druck. Die Weber stellen den schlesischen Aufstand als Hunger dar, der stürmt und vom Militär gebrochen wird.

Leben

Gastwirtssohn, abgebrochene Landwirtschaft, Bildhauerei in Breslau und Rom, dann Erkner bei Berlin und der Kreis der Freien Bühne. Der Umweg ist dieses Hinschauen: Wer die schlesischen Weber kennt, schreibt nicht über das Volk, sondern aus seiner Enge. 1912 der Nobelpreis; später die zwiespältige Nähe zum NS-Staat, ohne dass die frühen Stücke dadurch milder werden. Er starb in Agnetendorf.

Wirkung

Hauptmann hat den Arbeiter und die Magd auf die Bühne gebracht, ohne sie zu Helden der Lehre zu machen. Die Weber, Fuhrmann Henschel, die novellistische Studie vom Bahnwärter: Milieu als Schicksal, Sprache als Dialekt und Stocken. Thiel duldet, bis er nicht mehr duldet; dazwischen liegt keine Bekehrung, sondern ein Bruch.

Kanonisiert wurde der Naturalist, verdunkelt der späte Magier und der alte Mann im Krieg. Wer nur die soziale Anklage nimmt, unterschlägt die psychologische Härte. Wer nur den Nobelpreisträger will, unterschlägt, dass das härteste Stück oft die kurze Prosa ist: ein Wärter, ein Kind, eine zweite Frau, die Gleise.

Werke

In Auswahl außerdem: Bahnwärter Thiel, Der Biberpelz, Fuhrmann Henschel.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.