Gerhard Leibholz (1901–1982), in Berlin geboren, hat die Demokratie als Parteienstaat gelesen und das Bundesverfassungsgericht mitgeprägt. Strukturprobleme der modernen Demokratie von 1958 sammelt die Aufsätze, in denen Gleichheit, Partei und Repräsentation zur Verfassung der Bundesrepublik werden.
Leben
Berlin, das Exil, Oxford, dann Karlsruhe. Der Umweg ist 1933: Wer als Jude und Demokrat das Amt verliert, schreibt die Republik später vom Gericht her, nicht vom Katheder allein. Er starb in Göttingen.
Wirkung
Leibholz hat die Partei aus der Vorverfassung in die Verfassung geholt: ohne Parteien keine Demokratie, ohne Demokratie keine freie Gleichheit. Gegen den Honoratiorenliberalismus setzt er den Parteienstaat; gegen Schmitt setzt er das Gericht, das den Streit bindet. Die Rechtsprechung zur Parteienfinanzierung und zur Wahlgleichheit trägt seine Handschrift.
Gelesen wird er als Gründer und als Verengung. Die Kritik hat den Parteienstaat für zu geschlossen, die Gleichheit für zu proportional, den Richter für zu politisch gehalten. Wer Leibholz nur als Karlsruher kennt, unterschlägt die Weimarer Schriften; wer nur Weimar kennt, unterschlägt das Gericht, das aus ihnen Staatspraxis machte.
Werke
In Auswahl außerdem: Die Gleichheit vor dem Gesetz, die Kommentierung des Grundgesetzes mit Rupprecht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.