Fritz Rudolf Fries (1935–2014), in Bilbao geboren, hat dem Leipzig der fünfziger Jahre den Roman gegeben, der nach Dizzy Gillespie ins Anderswo will. Der Weg nach Oobliadooh erschien 1966 bei Suhrkamp, vermittelt von Uwe Johnson; in der DDR gab es keine Druckgenehmigung.
Leben
Spanische Mutter, der Vater im Krieg erschossen, 1942 Leipzig, Anglistik und Romanistik bei Hans Mayer und Werner Krauss. Der Umweg ist diese Herkunft: Wer Cervantes übersetzt und Jazz hört, schreibt keinen Bitterfelder Betriebsroman. Nach dem Westbuch verlor er die Stelle an der Akademie. Später IM „Pedro Hagen“, 1996 selbst offengelegt, Austritt aus den Akademien. Er starb in Petershagen bei Berlin.
Wirkung
Fries hat den DDR-Alltag in einen Ton gelegt, den die Lehre nicht vorsah: Jazz, Westberlin vor der Mauer, Irrenhaus, die Lust am Satz, die an Joyce und an Lateinamerika erinnert. Gabriele Wohmann las darin die Widerlegung des biederen Ostschriftstellers. Weil das Buch keine Anklageschrift war, konnte er danach im Land Hörspiele und Übersetzungen machen, ohne den ersten Roman nachliefern zu dürfen. Die Stasi-Zuarbeit hat die Nachwelt belastet; sie ersetzt den Text nicht.
Wer nur den IM sucht, hat Arlecq und Paasch nicht gehört. Wer nur den Jazz sucht, unterschlägt die Behörde, die das Debüt nach Frankfurt schickte.
Werke
- Der Weg nach Oobliadooh (1966)
In Auswahl außerdem: Das Luftschiff, Alexanders neue Welten, Alles eines Irrsinns Spiel.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.