Fegefeuer der Eitelkeiten
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Fegefeuer der Eitelkeiten |
| Autor(en): | Tom Wolfe |
| Originaltitel: | The Bonfire of the Vanities |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1987 |
| Schlagwörter: | New York, Rassismus, Börse, Eitelkeit |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 928 Seiten |
| ISBN: | 9783499236747 |
| Verweise | |
Fegefeuer der Eitelkeiten ist der 1987 erschienene erste Roman von Tom Wolfe, im Original The Bonfire of the Vanities. Zuvor hatte Wolfe als Reporter den neuen Journalismus geprägt; hier seziert er New York in den achtziger Jahren: Wall Street, Bronx, Justiz, Presse, die Angst der weißen Oberschicht und die Wut der schwarzen Stadt. Der Titel spielt auf Savonarolas Verbrennung von Eitelkeiten in Florenz an. Vorab erschien der Text 1984 und 1985 im Rolling Stone. Wolfe hat den Gesellschaftsroman amerikanisch und laut geschrieben, mit Ausrufezeichen im Blick, ohne dass die Satire die Verletzten unsichtbar macht. 1990 kam Brian De Palmas Verfilmung, die das Buch nicht trägt.
Inhalt
Sherman McCoy verdient an Anleihen Unsummen, wohnt an der Park Avenue, hält sich für den Herrn des Weltalls und betrügt seine Frau Judy mit Maria Ruskin, der jungen Frau eines reichen Alten. Nachts, Maria am Steuer seines Mercedes, verirren sie sich in die Bronx. Zwei schwarze junge Männer nähern sich; es kommt zu einem Zusammenstoß. Henry Lamb, der Beifahrer, ein brav zur Schule gehender Junge, wird schwer verletzt. Sherman und Maria fahren weiter. Der Unfall wäre eine Fußnote, wenn nicht der schwarze Geistliche Reverend Bacon, der Bezirksstaatsanwalt Abe Weiss, der vor einer Wahl steht, und der britische Klatschreporter Peter Fallow daraus Kapital schlügen.
Die Maschine greift: Rasse, Klasse, Schlagzeile. Sherman, der sich für unantastbar hielt, wird Angeklagter. Maria leugnet, war als Zeugin da gewesen zu sein. Lamb liegt im Koma und stirbt später an den Folgen. In der Bronx und in Manhattan erzählt jeder eine andere Wahrheit: der Unfall als Überfall, der Überfall als Unfall, der Weiße als Opfer, der Schwarze als Opfer, die Justiz als Jagd. Wolfe wechselt die Blickwinkel – Sherman, Fallow, der Richter Myron Kovitsky, Beamte, Anwälte – und lässt keine Instanz unbeteiligt. Fallow, ein Säufer, der den großen Stoff braucht, steigt über Shermans Fall auf.
Sherman verliert Stellung, Ehe, den Glauben an das eigene Recht. Die Park Avenue hilft nicht, sobald das Bild in der Zeitung sitzt. Wolfe schildert Speisesäle, Zellen, die Angst der Weißen vor der Fahrt in die Bronx und die rhetorische Macht Bacons, ohne eine Seite zu heiligsprechen. Der Schluss ist keiner der Sühne: Die Stadt hat ihren Scheiterhaufen, die Eitelkeiten brennen, und wer übrig bleibt, hat gelernt, wie New York eine Geschichte frisst. Der Herr des Weltalls ist ein Mann im Gerichtssaal, dem die Stadt den Titel abgenommen hat.
Einordnung
Wolfe wollte den großen realistischen Roman der Metropole, nach Balzac und Dickens, und hat ihn in der Sprache des Magazins geschrieben: Statusdetails, Innenräume, die genaue Marke des Wagens. Die achtziger Jahre liefern das Personal – Anleihenhändler, Medien, die rassistisch aufgeladene Strafjustiz –, das Buch liefert die Behauptung, Eitelkeit sei die eigentliche Währung. De Palmas Film mit Tom Hanks als Sherman wurde ein Misserfolg; er schnitt die Schärfe zu und machte aus der Stadt eine Kulisse. Wer den Film kennt, kennt oft einen netteren McCoy.
Gegenüber John Steinbecks Früchte des Zorns ist Wolfes Armut die der Bronx im selben Staat wie der Reichtum, nicht die der Wanderung nach Westen. Der Roman hat New York ein Bild gegeben, das die Stadt seither zitiert, wenn wieder ein Weißer die falsche Ausfahrt nimmt. Wolfe blieb Reporter im Roman: Er hört zu, übertreibt, urteilt, indem er sprechen lässt. Die Rowohlt-Taschenbuchausgabe folgt Benjamin Schwarz’ Übersetzung und hält den Umfang, den das Personal braucht. Savonarola verbrannte Spiegel und Perücken; Wolfe verbrennt den Glauben, man könne in Manhattan ungestraft Herr sein.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
