Kabale und Liebe
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Kabale und Liebe |
| Autor(en): | Friedrich Schiller
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1784 |
| Schlagwörter: | Stände, Intrige, Hof, Gift |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 141 Seiten |
| ISBN: | 9783150000335 |
| Verweise | |
Kabale und Liebe ist das bürgerliche Trauerspiel von Friedrich Schiller, 1784 in Frankfurt am Main uraufgeführt, im selben Jahr gedruckt. Schiller hatte Luise Millerin gewollt; auf den Titel, unter dem es berühmt wurde, kam die Mannheimer Bühne. Zwischen dem Musikerhaus und dem Fürstenhof reicht die Liebe nicht, und die Intrige reicht weiter als beide.
Inhalt
Im Haus des Stadtmusikanten Miller liebt die Tochter Luise den Major Ferdinand, Sohn des Präsidenten von Walter, der am Hof eines deutschen Duodezfürsten die Macht verwaltet und sie durch Verbrechen erworben hat. Ferdinand will die Stände nicht gelten lassen; Luise kennt ihren Ort genauer und fürchtet Gott und den Vater mehr als das Glück. Der Präsident braucht den Sohn als Bräutigam der Lady Milford, Mätresse des Fürsten: Die Ehe soll den Günstling unangreifbar machen. Wurm, der Sekretär, will Luise selbst und bietet sich als Werkzeug an. Im Musikerhaus prallen Klavier, Bibel und der Stolz des Handwerks auf die Sprache des Hofs; Frau Miller wäre dem Aufstieg nicht abgeneigt, Miller schlägt den Präsidenten fast ins Gesicht, als der die Tochter zur Mätresse machen will.
Die Kabale greift, wo die Gewalt nicht reicht. Lady Milford, eine Engländerin von Rang, die ihren Platz am Hof hasst und in Ferdinand die Rettung zur Tugend sucht, lässt sich vom Fürsten die Ehe versprechen und muss erfahren, dass Ferdinand sie nicht will. In ihrer Audienz tritt ein alter Kammerdiener auf: Der Fürst bezahlt Brillanten mit dem Verkauf seiner Landeskinder als Soldaten nach Amerika; die Lady erkennt, in welchem Geschäft sie lebt, entlässt die Geworbenen und verlässt den Hof. Der Präsident lässt Miller sperren. Wurm erpresst Luise: Sie soll einen Liebesbrief an den eitlen Hofmarschall von Kalb schreiben und schwören, die Erpressung nie zu bekennen, sonst stirbt der Vater. Luise schreibt, weil sie den Vater nicht opfern will, und wird zur Lügnerin aus Pietät.
Ferdinand findet den Brief und liest ihn als Beweis, dass die Bürgerliche feil ist wie der Hof. Er zwingt Luise, mit ihm eine Limonade zu trinken, die er vergiftet hat. Sterbend bittet sie um Lösung vom Eid und sagt die Wahrheit: Die Kabale, nicht die Liebe, hat den Brief diktiert. Ferdinand erkennt den Vater als den Mörder und stirbt auf derselben Schwelle. Der Präsident, der die Welt einrichten wollte, hält den Sohn und hat nichts eingerichtet. Das Stück lässt die Stände nicht versöhnen und die Tugend nicht siegen; es zeigt, wie ein Hof, der Menschen verkauft, auch die Sprache der Liebe fälscht, bis das Gift die letzte aufrichtige Rede ist.
Einordnung
Schiller hat das bürgerliche Trauerspiel, das Lessing in der Emilia Galotti auf den Hof gezielt hatte, in die Enge einer deutschen Residenz getrieben und dort politischer gemacht, als der Untertitel verrät: Nicht nur die Liebe über die Stände scheitert, es wird auch klar, wovon der Staat lebt. Nach Die Räuber ist dies der zweite Schlag des jungen Autors, vor dem Blankvers der klassischen Trauerspiele; Don Karlos wird denselben Konflikt von Vater, Sohn und Macht in die große Form heben. Neben Lenz’ Soldaten gehört das Stück zu den wenigen Dramen des Jahrzehnts, die den Stand nicht als Kulisse, sondern als Waffe zeigen. Die Bühne hat es nie losgelassen, oft weicher, als die Limonade es meint; das Liebespaar trägt das Stück, der Kammerdiener sagt, wovon der Hof lebt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
