Die gute Erde
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die gute Erde |
| Autor(en): | Pearl S. Buck |
| Originaltitel: | The Good Earth |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1931 |
| Schlagwörter: | Land, Bauer, China, Aufstieg |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 331 Seiten |
| ISBN: | 9783423135436 |
| Verweise | |
Die gute Erde ist der 1931 erschienene Roman von Pearl S. Buck, im Original The Good Earth. Der Bauer Wang Lung heiratet eine Sklavin, überlebt Dürre und Hungersnot, kauft das Land der Herren und stirbt als Patriarch in deren Stadtpalast, während die Söhne den Acker schon verscherbeln wollen. Buck, in China aufgewachsen, hat das Leben vom Hof her erzählt, ohne Mission und ohne Exotik als Schmuck. Das Buch war 1931 und 1932 das meistverkaufte Belletristikwerk in den Vereinigten Staaten, bekam den Pulitzerpreis 1932 und half 1938 den Nobelpreis begründen. Es ist der erste Teil einer Trilogie, vor Söhne und Das geteilte Haus.
Inhalt
Wang Lung lebt mit dem alten Vater von einem kleinen Stück Land und kann sich nur O-lan leisten, die hässliche Sklavin im Haus der Hwang. O-lan arbeitet härter als der Mann, gebiert Söhne und Töchter, schweigt und hält. Ein Glücksfall erlaubt den Kauf von Hwang-Land; die Dürre nimmt es nicht zurück, aber sie nimmt das Essen. Die Familie zieht nach Süden, O-lan tötet das neugeborene vierte Kind vor dem Aufbruch. Wang Lung verkauft Gerät, nicht den Boden. In der Stadt betteln Frau und Söhne, er zieht die Rikscha, die älteste Tochter bleibt einfältig, vielleicht vom Hunger. Bei Unruhen plündern sie mit anderen ein reiches Haus; O-lan findet Schmuck, Wang Lung Gold. Sie kehren zurück und kaufen im Großen, was den Hwang geblieben war.
Wang Lung wird Herr. O-lan gebiert Zwillinge. Er holt Lotus aus dem Freudenhaus in sein Haus, eine verwöhnte Schöne; O-lan verbittert. Der verhasste Onkel zieht mit Frau und Sohn ein und schützt durch seine Bande vor anderen Banden. O-lan stirbt, der Vater stirbt. Der älteste Sohn wird Gelehrter, der zweite Kaufmann, den jüngsten will Wang Lung auf dem Land halten; der Junge geht zu den Soldaten und redet von einer Revolution, die das Land frei machen werde. Auf Betreiben des Ältesten bezieht die Familie den Stadtpalast der verarmten Hwang. Wang Lung, spät noch der Sklavin Pear Blossom zugetan, hält die Erde für den Grund seines Reichtums. Die älteren Söhne planen den Verkauf nach seinem Tod.
Buck nennt keine Jahreszahlen, aber die Plünderung der Herren, der Neffe im Krieg, der jüngste Sohn im Aufruhr weisen auf die Xinhai-Revolution und die Jahre danach. Das Christentum kommt als Zettel mit einem Gekreuzigten vor; die Familie schließt, der Mann müsse böse gewesen sein, sonst folterte man ihn nicht. Das Füßebinden erscheint als Schmerz der Frauen und als Reiz der Männer. Die gute Erde ist kein Idyll: Töchter werden verkauft, Hunger frisst die Anständigkeit, der Aufstieg wiederholt die Härte derer, von denen man kaufte. Wang Lung bleibt Bauer im Kopf und wird Hwang im Haus. Der Roman schließt, bevor der Acker wirklich verkauft ist; die Trilogie holt die Söhne nach.
Einordnung
Für amerikanische Leser der dreißiger Jahre war das Buch oft die erste China-Erzählung, die Bauern nicht als Kulisse zeigte. Man hat ihm Einfluss auf die Aufhebung der chinesischen Einwanderungsgesetze und auf die Sympathie für China gegen Japan zugeschrieben; das FBI führte später Akte über Bucks vermeintliche Nähe zum Kommunismus. Die Literaturkritik sortierte den schlichten Ton lange unter Unterhaltung; William Faulkner spottete, als Buck den Nobelpreis erhielt. In China warfen Übersetzer und Lu Xun einer Weißen vor, das Land schlecht zu malen; die Nationalisten störte der Luxus der Herren, die Kommunisten die Missionarstochter. Seit der Öffnung gibt es neue Übersetzungen, Museen, restaurierte Häuser in Zhenjiang und Nanjing, wo Buck den Roman auf dem Dachboden schrieb.
Sidney Franklins Film von 1937 mit Paul Muni und Luise Rainer hat O-lan zum Leinwandgesicht gemacht. dtv hält die deutsche Fassung im Taschenbuch. Neben Früchte des Zorns steht hier ein anderer Acker: nicht der Staubsturm Oklahomas, sondern der chinesische Boden als Schicksal und Ware. Wer nach Buck über China als Bauernland spricht, spricht hinter Wang Lung: hinter einem Mann, der die Erde nicht verkaufen will, und hinter Söhnen, die sie schon geteilt haben.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
