Die Schlange im Wolfspelz
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Schlange im Wolfspelz |
| Autor(en): | Michael Maar
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2020 |
| Schlagwörter: | Stil, Kanon, Prosa, Geschmack |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Literaturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 655 Seiten |
| ISBN: | 9783498001407 |
| Verweise | |
Die Schlange im Wolfspelz. Das Geheimnis großer Literatur ist das 2020 erschienene Buch von Michael Maar. Es fragt nicht zuerst, worüber ein Werk handelt, sondern wie es geschrieben ist – und warum manche Sätze bleiben, während andere, bei gleichem Thema, vergehen.
Inhalt
Maar besteht darauf, dass Größe hörbar ist. Stil ist kein Schmuck über dem Stoff, sondern der Stoff in seiner genauen Form: Rhythmus, Witz, die Wahl des Wortes, die Kühnheit, wegzulassen. Die Schlange im Wolfspelz ist das Versteckte, das den Text durchzieht und ihn kenntlich macht, ohne sich als Lehre vorzudrängen. Wer nur nach Inhalt, Haltung und Herkunft fragt, verfehlt das, wodurch Literatur Literatur ist.
Das Buch arbeitet mit Beispielen, nicht mit einem System. Maar liest deutsche und andere europäische Prosa, immer wieder Nabokov, und urteilt. Er zeigt gelungene Sätze neben schiefen, große Bücher neben überschätzten. Der Ton ist essayistisch, polemisch, amüsiert. Das Seminar, das den Geschmack lange als Verdacht behandelt hat, wird hier wieder zum Ort des Hörens. Maar schreibt für Leser, die Belege wollen, und gegen die Ausrede, über Stil lasse sich nicht streiten.
Er verteidigt den Kanon nicht als Macht, sondern als Gedächtnis von Können. Das schließt aus und schließt ein: Wer den Satz nicht hört, dem nützt die gerechteste Themenliste nichts. Das Buch ist lang, anekdotenreich und entschieden. Es will vorführen, nicht nur behaupten. Deshalb enthält es viele Zitate und Gegenüberstellungen, die den Leser zwingen, mitzulesen statt nur zuzustimmen.
Einordnung
2020 hat das Buch den Streit um Wertung in der Germanistik wieder öffentlich gemacht. Die einen begrüßten, dass jemand Stil als Beweis nimmt. Die anderen nannten das elitär, männlich, zu sicher im Urteil und blind für das, was Kanon verschweigt. Beides gehört zur Wirkung. Wer nach diesem Band über große Literatur spricht, muss sagen, ob er Maars Ohr folgt oder warum nicht. Das Geheimnis bleibt eines: Man kann es zeigen, nicht ganz erklären.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
