Die Nebel von Avalon

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Marion Zimmer Bradley · 1983 · Roman
Das Werk
Deutscher Titel: Die Nebel von Avalon
Autor(en): Marion Zimmer Bradley
Originaltitel: The Mists of Avalon
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1983
Schlagwörter: Artus, Priesterinnen, Avalon, Britannien
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Fischer Taschenbuch


Umfang dieser Ausgabe: 1117 Seiten
ISBN: 9783596282227
Verweise
Umschlag

Die Nebel von Avalon ist ein Artusroman von Marion Zimmer Bradley, 1982 auf Englisch erschienen, deutsch 1983 bei Krüger, später als Fischer-Taschenbuch. Die Sage wird von der Insel der Priesterinnen aus erzählt, vor allem durch Morgaine, Halbschwester des Großkönigs, nicht durch die Tafelrunde. Avalon gleitet in den Nebel, weil die Menschen den alten Kult vergessen; Glastonbury, die Abtei, liegt am selben Ort und ist für Christen das einzig Erreichbare. Bradley hat den Stoff in vier Bücher geteilt, die in einem Band stehen. Das Werk wurde ein großer Verkaufserfolg und der Ausgang späterer Avalon-Folgen, zum Teil von Diana L. Paxson vollendet.

Inhalt

Viviane, Herrin vom See, und der Merlin Taliesin bestimmen, dass Igraine, Gattin des Herzogs Gorlois von Cornwall, ein Kind von Uther Pendragon empfangen muss, das Christen und Avalon einen soll. Igraine liebt Uther, ohne Gorlois zu betrügen, bis Gorlois dem neuen Großkönig die Treue versagt und im Kampf fällt. Uther erscheint vor Tintagel in Gorlois’ Gestalt; Igraine lässt sich nicht täuschen und zeugt Artus. Die Tochter Morgaine kommt nach Avalon, elfjährig, zur Ausbildung als Priesterin. Die Insel ist nebelverhangen: Wer die Schwelle nicht teilen kann, erreicht nur die Abtei. Morgaine begegnet Lancelot, Vivianes Sohn, und verliert ihn an den Anblick der christlichen Gwenhwyfar, die sich aus Glastonbury verirrt hat.

Als Uther stirbt, muss Artus als Hirschkönig laufen; Morgaine dient als jungfräuliche Jägerin, und sie erkennen einander erst nach der heiligen Verbindung. Morgaine ist außer sich, Viviane unnachgiebig: Die königliche Linie sollte um jeden Preis erhalten bleiben. Artus empfängt Excalibur und den Schwur, alle Kulte zu achten. Morgaine, schwanger, verlässt Avalon und gebiert bei der Tante Morgause den Sohn, den die Sachsen später Mordred nennen; Morgause behält das Kind. Artus heiratet Gwenhwyfar, die kinderlos bleibt und Lancelot liebt. Morgaine heiratet König Uriens und wird die Geliebte seines Sohnes Accolon. Viviane fällt durch den Ritter Balin. Der Streit der Religionen zerreißt den Hof: Gwenhwyfar drängt Artus zum christlichen Banner, Kevin, der neue Merlin, verrät Avalon an die Kirche.

Morgaine versucht, Artus das Schwert zu nehmen, Accolon stirbt, die Orkney-Brüder und Lancelot zerfleischen einander. Mordred, bei Morgause erzogen, fordert den Vater und fällt mit ihm in der letzten Schlacht. Morgaine trägt den verwundeten Bruder nach Avalon; die Nebel schließen sich. Am Ende sitzt sie als alte Priesterin an einem christlichen Altar in Glastonbury und begreift, dass die Göttin andere Namen angenommen hat. Bradley lässt Avalon nicht siegen und das Christentum nicht als bloßen Feind: Beide verlieren die Unmittelbarkeit, beide bleiben im Land. Die Tafelrunde ist Folie; das Buch gehört den Frauen, die zeugen, erziehen, verraten und begraben.

Einordnung

Bradley hat die Artussage aus der Männerhalle in die Heiligtümer und Schlafgemächer geholt. Viviane, Igraine, Morgause, Morgaine und Gwenhwyfar tragen die Politik; Lancelot und Artus werden von ihren Eiden und Geliebten bewegt. Der Roman traf eine Leserschaft, die das Matriarchat als verlorene Ordnung lesen wollte, und eine, die die Sage endlich von innen hören wollte. Historisch ist vieles frei; die Kraft liegt in der Nähe zu Zweifel, Eifersucht und alternden Körpern. 2001 entstand eine Fernsehfassung, die den Stoff weiter popularisierte und vereinfachte.

Die späteren Enthüllungen über Bradleys Gewalt gegen das eigene Kind haben die Aufnahme des Buches verdunkelt, ohne den Text aus den Regalen zu nehmen. Fortsetzungen und Nachfolgerinnen haben Avalon zur Reihe gemacht. Fischer hält den Band als dickes Taschenbuch. Wer nach 1983 Artus erzählt, muss sagen, durch wessen Augen; wer das Buch für eine bloße Umkehrung der Sage hält, hat Morgaines letzten Gang nach Glastonbury nicht gelesen. Die Nebel bleiben das Bild: dasselbe Ufer, zwei Religionen, eine Frau, die beide kennt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.