Autor:Desiderius Erasmus

1466 1536
(Weitergeleitet von Desiderius Erasmus)
Humanist · Philosophie · Literatur · 15./16. Jahrhundert
PhilosophieLiteratur


Desiderius Erasmus, in Rotterdam geboren, hat dem Humanismus die lateinische Gelassenheit gegeben, mit der man Mönche, Fürsten und Theologen zugleich treffen kann. Das Lob der Torheit lässt die Narrheit selbst reden; der Ernst steckt in ihrer Stimme.

Leben

Unehelicher Priestersohn, Augustinerchorherr, dann ein Leben zwischen Druckerstädten: Paris, England, Italien, Löwen, Basel, Freiburg. Der Umweg ist die Philologie: Erasmus gab das griechische Neue Testament heraus und wollte die Kirche durch Buchstaben bessern, nicht durch Bruch. Mit Thomas Morus verband ihn Freundschaft; die Reformation spaltete die Freunde. Er starb in Basel, von beiden Seiten angegriffen.

Wirkung

Erasmus hat die Torheit zur Rednerin gemacht, damit die Weisen sich erkennen. Gelehrte, Mönche, Höflinge, Päpste: Jeder Stand hält seinen Wahn für Verstand. Daneben steht die fromme Torheit des Kreuzes, die das Buch am Ende nicht zurücknimmt. Der Spott ist humanistisch, nicht atheistisch; er will eine Kirche, die liest, nicht eine, die verbrennt.

Man hat ihn zum lauen Vermittler gemacht und zum Kronzeugen einer Aufklärung, die sich später auf ihn berief. Wer nur den Spötter nimmt, unterschlägt den Bibelphilologen. Wer nur den Frommen rettet, unterschlägt, dass die Torheit die Klugen härter trifft als die Einfältigen. Ohne dieses Buch wäre der Humanismus eine Schulübung geblieben.

Werke

In Auswahl außerdem: Adagia, Enchiridion militis Christiani, das griechische Neue Testament.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.