Der König von Narnia

C. S. Lewis · 1950 · Kinderbuch


Das Werk
Deutscher Titel: Der König von Narnia
Autor(en): C. S. Lewis
Originaltitel: The Lion, the Witch and the Wardrobe
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1950
Schlagwörter: Schrank, Winter, Löwe, Kinder
Sachgebiete: Kinderbuch
Greifbare Ausgabe
Verlag: dtv


Umfang dieser Ausgabe: 138 Seiten
ISBN: 9783423701198
Verweise


Der König von Narnia ist das Kinderbuch von C. S. Lewis, 1950 in London erschienen, der bekannteste Band der Chroniken von Narnia. Der englische Titel nennt Löwe, Hexe und Kleiderschrank; die deutsche Fassung hat daraus ein Königreich gemacht. Vier Geschwister gelangen im Krieg aus einem englischen Landhaus in eine Welt, in der seit hundert Jahren Winter herrscht, und helfen dem Löwen Aslan, die Weiße Hexe zu stürzen. Lewis, Literaturwissenschaftler und Christ, hat Märchen, Schulgeschichte und Heilsgeschehen verschränkt, ohne die Kinder zur Gemeinde zu machen. In der inneren Zeitfolge der Reihe ist der Band der zweite; gelesen wurde er zuerst und am häufigsten.

Inhalt

Peter, Susan, Edmund und Lucy Pevensie werden vor den Luftangriffen auf London zum alten Professor Kirke aufs Land geschickt. Im Haus steht ein Kleiderschrank, durch den Lucy zuerst nach Narnia tritt, ins Laternendickicht, und den Faun Tumnus trifft. Tumnus erzählt vom ewigen Winter der Weißen Hexe Jadis, die sich zur Herrscherin aufgeworfen hat und Gegner zu Stein macht; er hätte Lucy eigentlich ausliefern müssen und lässt sie gehen. Die Geschwister glauben Lucy nicht, bis Edmund selbst durch den Schrank gerät und der Hexe begegnet. Sie verführt ihn mit verzaubertem türkischem Honig und dem Versprechen, König zu werden, und zieht aus seinen Worten die Gefahr der Prophezeiung: Zwei Söhne Adams und zwei Töchter Evas sollen in Cair Paravel die vier Throne besteigen. Edmund verschweigt den Geschwistern die Begegnung und bezichtigt Lucy weiter der Lüge.

Als alle vier nach Narnia kommen, ist Tumnus bereits versteinert. Ein Biberpaar nimmt die Kinder auf und will sie zum Steintisch führen, wo Aslan, der wahre Herrscher in Löwengestalt, erwartet wird. Edmund schleicht fort und verrät den Plan der Hexe; statt der Belohnung wartet Knechtschaft. Die anderen fliehen mit den Bibern vor der Wolfsgarde. Unterwegs erscheint der Weihnachtsmann: Der Jahreslauf kommt wieder in Gang, die Kinder erhalten Waffen. Am Steintisch ernennt Aslan Peter zum Feldherrn. Die Hexe fordert Edmund nach altem Recht als Verräter; Aslan bietet sich im Tausch und lässt sich nachts von Susan und Lucy beobachtet fesseln, scheren, verspotten und töten. Die Hexe zieht in die Schlacht. Mäuse zernagen die Fesseln; Aslan kehrt lebend zurück, weil ein noch älteres Gesetz das unschuldige Opfer nicht im Tod halten kann.

Mit Lucy und Susan befreit Aslan die Versteinerten im Schloss der Hexe, darunter Tumnus, und wendet die Schlacht. Aslan tötet Jadis. Die vier Kinder werden König und Königinnen und herrschen lange in Cair Paravel, bis sie auf der Jagd nach dem Weißen Hirsch wieder durch den Schrank fallen: In England ist kaum eine Stunde vergangen. Lewis erzählt das Wunder im Ton des Märchens, nicht der Predigt; die Kinder bleiben Kinder, auch wenn sie Jahre regiert haben. Der Schluss öffnet die Reihe: Narnia wartet, der Schrank bleibt im Haus, und wer ihn sucht, findet ihn nicht auf Befehl.

Einordnung

Lewis hat dem Kinderbuch eine zweite Welt gegeben, die nicht Traum ist, sondern Ort mit Gesetzen, Verrat und Preis. Theologen haben Aslan als Christusfigur gelesen, den Steintisch als Kreuz, Edmund als den Menschen, dem Umkehr möglich bleibt; Lewis hat das nicht versteckt und die Erzählung trotzdem als Abenteuer geschrieben. Wer nur die Lehre sucht, verfehlt den Honig, den Winter und die Furcht Lucys, belogen zu werden. Wer nur das Abenteuer sucht, kann die Opferlogik überlesen. Die Nachbarschaft zu Joanne K. Rowlings Harry Potter und der Stein der Weisen ist die des Internats- und des Schrankmotivs; Narnia ist älter, christlicher und knapper.

Die Verfilmungen – Fernsehen, Zeichentrick, 2005 der Kinofilm – haben den Löwen und die Schlacht groß gemacht und oft die Schärfe von Edmunds Verrat geglättet. Die deutsche Übersetzungsgeschichte reicht von älteren Fassungen bis zu späteren, unter anderem von Wolfgang Hohlbein und Christian Rendel; die angegebene dtv-Ausgabe ist die lange greifbare Taschenbuchfassung für jüngere Leser. Wer nach Lewis über Kinder spricht, die durch Möbel in andere Reiche gehen, spricht hinter diesem Buch; wer es für bloße Weihnachtsware hält, hat den Steintisch nicht gelesen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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