Autor:Deniz Yücel

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Deniz Yücel (geb. 1973), in Flörsheim am Main als Sohn türkischer Fabrikarbeiter geboren, hat die Gezi-Proteste von 2013 als deutsch-türkische Ortskunde geschrieben. Taksim ist überall behauptet, der Platz liege auch in Berlin: Reportage gegen die Regierungslegende und gegen das westliche Einheitsbild.

Leben

Zwei Pässe, Politikwissenschaft in Berlin, die Wochenzeitung Jungle World, dann die taz, ab 2015 die Welt als Türkei-Korrespondent. Der Umweg ist die Herkunft: Er wollte vier Tage in Istanbul bleiben und blieb sechs Wochen, weil Taksim auch in Flörsheim liegt. 2017 nahm ihn Istanbul fest, ein Jahr Silivri, die Anklage auf Terrorwerbung; die Freilassung 2018 war Diplomatie, kein Freispruch. Später verurteilte ein Gericht ihn in Abwesenheit. Er hat die Haft in Agentterrorist erzählt, den deutschen PEN präsidiert und verlassen, den PEN Berlin mitbegründet.

Wirkung

Yücel hat Gezi nicht als Märchen der Demokratie, sondern als Stimmengewirr der Viertel lesbar gemacht: Kurden, Aleviten, Fußballanhänger, antikapitalistische Fromme, das Schimpfwort Çapulcu als Selbstbezeichnung. Die Herkunft ist kein Schmuck; sie erklärt, warum Taksim auch in Flörsheim liegt. Die Reportage steht neben den Feuilletons über Recep Tayyip Erdoğan und neben den Umfragen, die er benutzt, und bleibt schärfer als beides, weil sie Milieus als Sprachen hört.

Gelesen wurde er als Kronzeuge der Pressefreiheit, sobald die Türkei ihn einsperrte, und als polemischer Kolumnist, den die eigene Zeitung zuweilen distanzierte. Die Solidaritätsausgabe von 2017 machte das Buch zum Gegenstand, ohne es zum Märtyrerbuch zu machen. Wer nur den Häftling nimmt, unterschlägt die Recherche vor der Zelle; wer nur den Spötter nimmt, unterschlägt, dass die Reportage die Straße genauer kennt als die Anklage.

Werke

In Auswahl außerdem: Wir sind ja nicht zum Spaß hier, Agentterrorist.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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