Daniel F. Galouye (1920–1976), in New Orleans geboren, hat der Zukunftsliteratur eine der frühen Beschreibungen der simulierten Wirklichkeit gegeben: nicht ein Schöpfergott, ein Konzern baut die Stadt. Simulacron-3 lässt den technischen Leiter zweifeln, ob seine eigene Ebene die oberste ist.
Leben
Journalismus in New Orleans, der Zweite Weltkrieg, dann Romane und Erzählungen der phantastischen Literatur neben der Zeitungsarbeit. Der Umweg ist die Redaktion: Wer Marktforschung und Meldung kennt, setzt die Schöpfung auf Testzwecke. Dunkles Universum war das andere große Buch, blindes Leben unter der Erde. Galouye starb in New Orleans, sechsundfünfzig Jahre alt. Der britische Druck von Simulacron-3 hieß Counterfeit World; deutsch zuerst Welt am Draht.
Wirkung
Galouye hat Platons Höhle in einen Rechner der sechziger Jahre gestellt, ohne Philosophie zu dozieren. Die Pointe sitzt in der Firma: Die nächsthöhere Ebene ist kaum besser, und die gerettete Wirklichkeit, in die Hall aufsteigt, ist grauer als die Illusion. Uwe Anton hat ihn neben Philip K. Dick gestellt: die Wirklichkeit als Schein. Gegenüber Stanisław Lems Solaris, wo das Fremde den Verstand prüft, ist Galouyes Fremdes eine Aktiengesellschaft.
Rainer Werner Fassbinders Fernsehfilm Welt am Draht von 1973 hat dem Stoff Melancholie gegeben, die der Roman so nicht feiert. Josef Rusnaks Kinofilm von 1999 holte die Idee an die Jahrtausendwende; andere Filme übernahmen das Trugbild als Knechtschaft, nicht als Testmarkt. Wer nur die Bilder kennt, kennt oft den Aufstieg und nicht die Enttäuschung der oberen Farbe. Galouye bleibt der kältere Erzähler. Das Lemma hält den Originaltitel.
Werke
- Simulacron-3 (1964)
In Auswahl außerdem: Dunkles Universum, Die gefangene Erde, Als die Sonne starb.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.