Autor:Claus Offe

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Claus Offe (geb. 1940), in Berlin geboren, hat den spätkapitalistischen Staat als Maschine gelesen, die Krisen verwaltet, ohne sie zu lösen. Strukturprobleme des kapitalistischen Staates von 1972 ist das Buch, mit dem die westdeutsche Politiksoziologie den Staat wieder zur Frage machte.

Leben

Berlin, Frankfurt, die Starnberger Studien, Bielefeld, später Berlin und die ostmitteleuropäischen Übergänge. Der Umweg ist die kritische Theorie, die bei ihm nicht Kulturindustrie bleibt, sondern Staatsapparat: Wer Herrschaft sucht, findet sie in der Verwaltung der Krise. Er lebt in Berlin.

Wirkung

Offe hat den kapitalistischen Staat als widersprüchlich beschrieben: er muss Akkumulation sichern und Legitimation beschaffen, beides zugleich, und scheitert an der Gleichzeitigkeit. Gegen die Instrumentalisierungsthese, der Staat sei nur Ausschuss der Kapitalisten, setzt er die relative Eigenlogik der Politik; gegen den Wohlfahrtsoptimismus setzt er die Krise der Krisenverwaltung.

Gelesen wird er als Klassiker der siebziger Jahre und als Autor, den die Globalisierung überholt habe. Die Kritik hat den Spätkapitalismus für zu westdeutsch, die Systemmetapher für zu starr, die Demokratie für zu blass gehalten. Wer Offe nur als Habermas-Schüler kennt, unterschlägt den Staat; wer nur den Staat kennt, unterschlägt die Legitimation, ohne die er nicht dauert.

Werke

In Auswahl außerdem: Contradictions of the Welfare State, Europa in der Falle.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.