Chuck Klosterman, in Fosston in Minnesota geboren, hat den amerikanischen Pop der neunziger Jahre als Problem der Erinnerung geschrieben. The Nineties fragt, wann ein Jahrzehnt beginnt – und warum wir tun, als hätte es pünktlich angefangen.
Leben
Kleinstadt im Mittleren Westen, Rockkritik, die großen Magazine, New York. Der Umweg ist die Platte: Wer gelernt hat, ein Album als Weltanschauung zu lesen, schreibt später das Jahrzehnt als Stimmung, die sich selbst missversteht. Er schreibt in den Vereinigten Staaten.
Wirkung
Klosterman hat der Dekadengeschichte den Satz gegeben, den die Feuilletons seither zitieren: Die Neunziger begannen nicht am 1. Januar 1990, sondern mit Nirvanas Nevermind, und sie endeten nicht am 31. Dezember 1999, sondern am 11. September 2001. Ironie, Gleichgültigkeit, das Ende der Geschichte als Lebensgefühl: das Buch ist das amerikanische Gegenstück zu den deutschsprachigen Jahrzehntsporträts, ohne deren Mentalitätsernst.
Die Kritik nennt das zu männlich, zu weiß, zu sehr Fernsehen und Sport. Wer Klosterman nur als Nostalgiker liest, unterschlägt die methodische Pointe. Wer nur die Pointe sucht, unterschlägt, dass die Belege Hits, Serien und Skandale sind.
Werke
- The Nineties (2022)
In Auswahl außerdem: Sex, Drugs, and Cocoa Puffs, But What If We’re Wrong?.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
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