Christ sein
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Christ sein |
| Autor(en): | Hans Küng
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1974 |
| Schlagwörter: | Jesus, Kirche, Ökumene, Reform |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Theologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Piper
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| Umfang dieser Ausgabe: | 676 Seiten |
| ISBN: | 9783492020888 |
| Verweise | |
Christ sein ist die 1974 bei Piper erschienene Darstellung von Hans Küng. Sie hat einer Nachkonzilsgeneration gesagt, was vom Christentum bleibt, wenn Lehrsatz und Konfession nicht mehr tragen – lesbar, dick, öffentlich.
Inhalt
Küng fragt nicht zuerst, was die Kirche lehrt, sondern was es heißt, Christ zu sein: die Sache Jesu gegen Humanismen, Weltreligionen und konfessionelle Besitzstände. Der historische Jesus steht im Zentrum, nicht als Rest nach der Kritik, sondern als Maß, an dem sich Dogma, Amt und Frömmigkeit messen lassen. Christentum ist nicht Sonderwissen, es ist Nachfolge in der Welt, verständlich ohne Initiation. Das Buch ist Apologie und Kritik in einem: es verteidigt den Glauben gegen die Gleichgültigkeit und greift die Kirche an, wo sie die Botschaft mit sich selbst verwechselt. Piper statt eines kirchlichen Verlags ist die Adresse: das Publikum sitzt nicht im Seminar.
Die Kapitel führen durch Gott, Jesus, die Kirche, die Praxis. Küng schreibt gegen die protestantische Engführung auf das Wort allein und gegen die katholische Engführung auf das Amt. Ökumene ist nicht Diplomatie, sondern die Behauptung, dass die Trennungen die Sache nicht treffen. Gegen Karl Rahners spekulative Gnadenlehre setzt er die historische Nüchternheit; gegen Joseph Ratzingers Dichte der Überlieferung setzt er die Verständlichkeit, die Laien nicht als Mangel nimmt. 1974 war das ein Verkaufserfolg und ein innerkirchlicher Skandal in Zeitlupe. Fünf Jahre später entzog Rom die Lehrerlaubnis. Das Buch hatte die Auseinandersetzung schon geführt, bevor der Akt kam.
Die Stärke ist die Öffentlichkeit, die Grenze dieselbe. Vereinfachung war der Preis der Reichweite; Gegner haben den historischen Jesus für zu sicher, die Kirche für zu billig kritisiert, den Ton für schulmeisterlich gehalten. Küng kennt die Kritik und schreibt weiter in derselben Sprache. Wer Christ sein nur als Reformprogramm liest, unterschlägt die positive Darstellung des Glaubens. Wer nur die Darstellung nimmt, unterschlägt, dass sie gegen Unfehlbarkeit und Amtskirche geschrieben ist. Die Wirkung lag in Gemeinden, Akademien, Buchhandlungen: eine Generation lernte Christentum ohne Scholastik. Die Dogmatik hat ihn oft nicht zitiert und doch nicht umgangen.
Einordnung
Nach dem Konzil brauchte die katholische Theologie ein Buch, das Laien lasen, ohne es für Erbauung zu halten. In Die einflussreichsten Werke der Theologie: 20. Jahrhundert steht es nach Ratzingers Einführung und neben Rahners Grundkurs: dieselbe Kirche, die andere Öffentlichkeit. Wer Küng nur als Fall kennt, hat die sechshundert Seiten nicht gelesen. Wer nur die Seiten kennt, unterschlägt, was sie gekostet haben.
Ideen
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
