Autor:Titus Livius
Titus Livius (wohl 59 v. Chr.–um 17 n. Chr.), in Patavium geboren und dort gestorben, hat Rom von der Gründungssage bis in die Zeit des Augustus als sittliche Erzählung geschrieben. Ab urbe condita, hundertzweiundvierzig Bücher, ist nur zu etwa einem Viertel erhalten und bleibt trotzdem die Hauptquelle der frühen Republik.
Leben
Bürgerliche Herkunft in Padua, das erst 49 v. Chr. das römische Bürgerrecht erhielt; rhetorische und philosophische Bildung, ohne Amt und ohne Feldzug. Der Umweg ist genau das: Livius kam nach Actium nach Rom, wurde von Augustus gefördert und zum Lehrer des späteren Claudius bestimmt, schrieb aber als Gelehrter, nicht als Politiker. Pompeius schätzte er, Caesar nicht; der Princeps nannte ihn scherzend einen Pompeianer. Gegen Ende kehrte er nach Patavium zurück.
Wirkung
Livius hat die Größe Roms als Verfallserzählung angelegt: alte Sitten, dann Geld, dann Bürgerkrieg, dann der Friede, der die Freiheit kostet. Reden, Exempla, der paduanische Ton, den Quintilian tadelte. Er las ältere Annalisten und Polybios; zitiert wird er mit dem Kürzel Liv. Was fehlt, ersetzen Inhaltsangaben und Auszüge.
Das Mittelalter und die Renaissance lasen ihn als Steinbruch der Tugend und der Rhetorik; Machiavelli schrieb die Discorsi über die erste Dekade. Die moderne Kritik nannte ihn ungenau, parteiisch, zu wenig Forscher. Wer Livius nur als Patrioten liest, unterschlägt die Skepsis gegen die eigene Gegenwart. Wer nur die Lücken beklagt, unterschlägt, dass die erhaltenen Bücher die Republik so fest ins Abendland gesetzt haben, dass jede spätere Romgeschichte hinter ihnen spricht.
Werke
- Ab urbe condita (um 27 v. Chr.)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.