Autor:Martin Heidegger
Martin Heidegger (1889–1976), in Meßkirch geboren, hat die Frage nach dem Sein neu gestellt, indem er beim menschlichen Dasein ansetzte. Sein und Zeit ist das Gründungsbuch – und eines, das man nicht mehr ohne die Rektoratszeit von 1933 liest.
Leben
Sohn eines Mesners, Studium in Freiburg, Assistent Husserls, 1927 das Hauptwerk, das Fragment blieb. 1933 wurde Heidegger Rektor der Freiburger Universität unter den Nationalsozialisten, trat der Partei bei und sprach von der Selbstbehauptung der deutschen Hochschule; 1934 trat er vom Amt zurück, die Partei behielt ihn. Nach 1945 Lehrverbot, dann wieder Wirkung als Denker im Schwarzwald. Die Schwarzen Hefte haben die Verbindung von Seinsdenken und Judenhass nachträglich unübersehbar gemacht. Er starb in Freiburg.
Wirkung
Kein philosophisches Buch des Jahrhunderts hat so weit gewirkt: Existentialismus, Hermeneutik, Sartre, Derrida, die Theologie haben aus Sein und Zeit gelebt. Heidegger hämmert die Wörter um, damit sie nicht mehr die der Schulphilosophie sind; Eigentlichkeit, Angst, Sein zum Tode wurden zu einer Sprache, in der das 20. Jahrhundert sich verstand.
Die Rektoratsrede und die Hefte haben diese Sprache belastet, nicht neben dem Werk, sondern in ihm. Wer nur den Seinsdenker rettet, unterschlägt den Rektor; wer nur den Parteigenossen sieht, unterschlägt, warum das Buch trotzdem nicht verschwand. Es bleibt ein Gründungstext. Unschuldig ist er nicht.
Werke
- Sein und Zeit (1927)
In Auswahl außerdem: Holzwege, Brief über den Humanismus, Beiträge zur Philosophie.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.