Autor:Johann David Wyss
Johann David Wyss (1743–1818), in Bern geboren, hat der Robinsonade die Familie gegeben, die Defoes Einsamkeit nicht wollte. Der Schweizerische Robinson strandet einen Pfarrer, die Frau und vier Söhne auf einer Insel; Robinson ist die Gattung, nicht der Name.
Leben
Feldprediger, Pfarrer am Berner Münster, Vater von Söhnen, denen er in den 1790er Jahren die Geschichte erzählte. Der Umweg war dieses Vorlesen: nicht das Schreiben für den Markt, sondern die Lehre am Küchentisch, die der Sohn Johann Rudolf 1812 und 1813 herausgab. Wyss starb in Bern; weitere Teile folgten nach seinem Tod. Das Buch ist die bekannteste Schweizer Robinsonade und hat, oft gekürzt und neu erzählt, die Kinderzimmer Europas und Amerikas erreicht.
Wirkung
Gegen Daniel Defoes Robinson Crusoe ist Wyss geselliger und lehrhafter. Crusoe wird allein mit sich und der Schrift fertig; die Schweizer werden eine Kolonie im Kleinen, mit Sonntagspredigt und Naturkunde. Das hat dem Buch den Vorwurf der Moralinsaure eingetragen und zugleich den Erfolg bei Eltern, die ein Abenteuer wollten, das bildet. Jules Verne hat eine Fortsetzung geschrieben, Das zweite Vaterland; Bearbeitungen haben aus dem Hausbuch oft nur noch das Baumhaus gemacht.
Walt Disneys Film und Fernsehfolgen, die der Familie den Namen Robinson gaben, haben den Stoff von der Predigt gelöst. Der Text von 1812 ist unbequemer: Er will Wissen über Tiere und Sterne und will den Charakter der Söhne formen. Als Kinderbuch der Aufklärung steht es neben Johanna Spyris Heidi fern und nah zugleich – fern im Tropen, nah in der Gewissheit, dass die Natur erzieht, wenn Erwachsene den Kommentar liefern.
Werke
- Der Schweizerische Robinson (1812)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.