Autor:Hans Grimm

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hans Grimm (1875–1959), in Wiesbaden geboren, hat der Kolonialrevision und der nationalsozialistischen Lebensraumpolitik den erzählten Beweis geliefert: den Deutschen fehle der Boden. Volk ohne Raum macht aus Landnahme eine Moral; der Titel wanderte in die Sprache der Herrschaft.

Leben

Kaufmannssohn, Lehre, lange Jahre in Südafrika und in der Kolonie Deutsch-Südwest: Der Umweg war der Handel in Übersee, aus dem Grimm eine Lehre über Enge und Recht auf fremden Grund zog. 1926 erschien der über tausendseitige Roman; Grimm blieb ohne Parteibuch der NSDAP und war trotzdem einer der gelesensten völkischen Erzähler der Weimarer Jahre und des Dritten Reiches. Nach 1945 hielt er in Lippoldsberg den eigenen Verlag und die Dichtertage, an denen die Rechte sich sammelte. Er starb dort.

Wirkung

Der Satz „Volk ohne Raum“ wurde zur Formel, auch wo man Grimm nicht aufschlug. Cornelius Friebott wandert vom Weserbergland nach Afrika, kämpft mit den Buren, siedelt, verliert, kehrt als Wanderredner heim und stirbt am Steinwurf: Wer Raum fordert, wird erschlagen, sagt die Fabel, und meint damit ein Recht auf den Boden anderer. Die Einheimischen sind Kulisse oder Hemmnis. Kurt Tucholsky spottete über „Grimms Märchen“; die Auflagen bis 1944 beweisen, dass das Märchen als Kenntnis genommen wurde. Das Buch gehört zu den Büchern mit verheerender Wirkung.

Nach 1945 verschwand es aus dem bürgerlichen Kanon und blieb in rechten Versandkreisen greifbar. Eine ehrliche Literaturgeschichte führt es nicht als vergessenen Schinken, sondern als Text, der Politik vorbereitet hat: Nicht Raub, sondern Not, nicht Eroberung, sondern Ausgleich. Wer Grimm nur als Afrikakenner liest, hat die Märtyrerbilanz am Schluss nicht gesehen. Beschönigen lässt er sich nicht.

Werke

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.