Autor:Charlotte Roche

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Charlotte Roche (geb. 1978), in High Wycombe geboren und in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, hat dem Körperroman der späten zweitausender Jahre die Stimme einer Achtzehnjährigen gegeben, die im Krankenbett sagt, was Zeitschriften weglassen. Feuchtgebiete war 2008 der meistverkaufte deutschsprachige Roman des Jahres.

Leben

England, mit acht nach Deutschland, später Moderation beim Sender VIVA, bekanntes Gesicht, dann die Prosa. Der Umweg ist dieses Fernsehen: Wer Körper als Bildstrecke kennt, schreibt gegen die Reinlichkeitslehre, die dasselbe Bild verlangt. Kiepenheuer & Witsch lehnte das Manuskript als pornografisch ab; DuMont druckte. Roche hat später gesagt, ein großer Teil sei dem eigenen Leben nachgebildet. Sie lebt in Köln. Schoßgebete und Mädchen für alles haben nachgelegt, ohne denselben Lärm.

Wirkung

Roche hat den Tabubruch in ein schmales Icherzählen gelegt: eine Stimme, ein Bett, ein Körper. Marcel Reich-Ranicki nannte das Buch ekelhaft und literarisch wertlos; andere rühmten den unbefangenen Ton. Thea Dorn sprach von einem Scheintabubruch; Ingeborg Harms las Sexualität als Wahrheitsanspruch. Die Bundesprüfstelle lehnte eine Indizierung ab. Gegen Gesellschaftsentwürfe derselben Jahre bleibt Feuchtgebiete ein Körperbuch: Die Unförmigkeit des Leibes wird zur Rede, nicht zur Unterwerfung.

David Wnendts Film von 2013 brachte fast eine Million Zuschauer ins Kino und machte aus der Prosa Bilder, die das Buch in der Stimme hatte. Theater haben denselben Text als Kollektiverlebnis erprobt. Wer Roche nur als Provokation führt, hat die Tochter übersehen, die im Bett auf die Versöhnung der Eltern wartet. Ohne diese Hoffnung wäre der Bericht nur ein Katalog. Der Lärm hat das Debüt festgesetzt und die späteren Bücher überschattet.

Werke

In Auswahl außerdem: Schoßgebete, Mädchen für alles.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.