Autor:Andrei Platonow

1899 1951
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Schriftsteller · Literatur · Politik · 19./20. Jahrhundert
LiteraturPolitik


Andrei Platonow, in Woronesch geboren, hat der sowjetischen Prosa die Baustelle gegeben, auf der die Zukunft den Boden wegnimmt. Die Baugrube erzählt Arbeiter, die ein Haus für alle graben und ein Grab ausheben; zu Lebzeiten fast ungedruckt, nach 1980 das Buch, an dem sich die Sprache der Utopie messen lässt.

Leben

Sohn eines Eisenbahnarbeiters, Technik, Bewässerung, die frühen Hymnen auf die Revolution, dann die Ernüchterung, die Verbote, der Sohn, der im Lager starb. Der Umweg ist dieser Glaube, der nicht in Ironie umkippt, sondern in eine Sprache, die das Pathos wörtlich nimmt, bis es grausam wird. Stalin soll das Manuskript gelesen und den Verfasser einen Narren genannt haben. Platonow starb in Moskau, an Tuberkulose, arm.

Wirkung

Platonow hat die Sowjetsprache nicht parodiert, er hat sie ernst genommen, bis die Begriffe leer und tödlich werden. Die Arbeiter sprechen, als wäre das Wörterbuch der Zukunft schon Alltag; der Alltag ist Hunger, Tod eines Kindes, eine Grube ohne Haus. Neben Bulgakow und der satirischen Linie steht er als der Traurige, der denselben Staat von unten erzählt, ohne den Witz als Rettung.

Man hat ihn zum Geheimtipp der Perestroika und zum Kronzeugen gegen die Utopie gemacht. Das Buch ist frommer und grausamer. Wer nur die Anklage sucht, unterschlägt die Zärtlichkeit für die, die graben. Wer nur die Zärtlichkeit sucht, unterschlägt, dass die Grube kein Keller ist, sondern das Programm. Die deutsche Übersetzung von Gabriele Leupold hat den Ton hörbar gemacht.

Werke

In Auswahl außerdem: Tschewengur, Dshan, Die epiphanischen Schleusen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.