Autor:Albrecht Koschorke
Albrecht Koschorke (geb. 1958), in Klagenfurt geboren, hat der Germanistik eine Erzähltheorie gegeben, die nicht bei der Novelle haltmacht. Wahrheit und Erfindung fragt, wie Gesellschaften sich in Geschichten einrichten – in Recht, Religion und Staat so gut wie im Roman.
Leben
Er studierte Germanistik und lehrt am Lehrstuhl in Konstanz, am Bodensee. Der Umweg war die Weite: Körpergeschichte, Goethe, die politische Theorie des Erzählens. Kindler hatte ihn schon den Artikel über Theweleits Männerphantasien schreiben lassen; die eigene große Theorie kam später.
Wirkung
Koschorke löst das Erzählen aus der Literaturwissenschaft im engen Sinn. Geschichten stiften Ordnung, schließen aus, machen wahr, was erfunden ist. Damit ist das Buch nach 2012 in der Germanistik angekommen und darüber hinaus: in der Soziologie, der Geschichtswissenschaft, der politischen Theorie.
Die Kritik nennt den Anspruch einer allgemeinen Erzähltheorie zu groß. Geblieben ist die Erlaubnis, den Kanon und den Staat mit demselben Werkzeug zu lesen. Wer nach 2012 von Erzählung spricht und mehr meint als den Roman, meint oft dieses Buch.
Werke
- Wahrheit und Erfindung (2012)
In Auswahl außerdem: Die Geschichte des Horizonts, Hegel und wir, Adolf Hitlers „Mein Kampf“.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.