Autor:Vinzenz von Lérins

Vinzenz von Lérins († zwischen 434 und 450), Mönch und Priester des Klosters auf der Insel vor der provenzalischen Küste, hat der katholischen Tradition die Formel gegeben, an der sie sich seither misst und spaltet. Das Commonitorium von 434 sagt, wahrhaft katholisch sei, was überall, immer, von allen geglaubt worden ist.

Leben

Über das Leben ist wenig sicher. Gennadius nennt einen weltlich und geistlich gebildeten Priester bei Lérins; das Commonitorium erschien unter dem Namen Peregrinus, drei Jahre nach Ephesos. Wahrscheinlich stammte er aus nordgallischem Adel, Bruder des Lupus von Troyes, Flüchtling vor den Unruhen an der Reichsgrenze in das Kloster des Honoratus. Ein Bekehrungskapitel redet blumig, nicht als Feldzugsbericht. Bischof wurde er nicht. Er starb vermutlich in Lérins.

Wirkung

Vinzenz hat Schrift und Auslegung gekoppelt: die Bibel reicht, aber die Irrlehrer zitieren sie auch; deshalb die kirchliche Tradition als Maß. Überall, immer, von allen – Universalität, Alter, Übereinstimmung; wo die Väter streiten, die Mühe der Konzilien und der fast einmütigen Lehrer. Eigenständig ist das dreiundzwanzigste Kapitel: Fortschritt wie organisches Wachstum, dasselbe Wesen in anderer Entfaltung. Newman und das Erste Vatikanum nahmen das Bild; Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas nahmen den ersten Kanon gegen Rom.

Ob er Semipelagianer war, ist unentschieden; die Excerpta aus Augustinus sprechen dagegen, ältere Zuschreibungen dafür. Die Orthodoxie wirft dem Westen vor, das Filioque habe die Katholizität nach seiner eigenen Regel gebrochen. Wer nur den Merksatz nimmt, unterschlägt die Fortschrittslehre. Wer nur den Fortschritt rettet, unterschlägt, dass Vinzenz Häresie in Trinität und Christologie abwehren wollte, nicht ein modernes Entwicklungsdogma stiften. Der Gedenktag ist der 24. Mai.

Werke

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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