Autor:Thomas Luckmann
Thomas Luckmann (1927–2016), in Jesenice geboren, hat das Alltagswissen zur Wirklichkeit erklärt: was der Mensch auf der Straße für selbstverständlich hält, ist gemacht und hält dennoch. Mit Peter L. Berger schrieb er Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, das Schlüsselbuch der Lehre, dass Wirklichkeit gesellschaftlich hergestellt wird, ohne eine Schule mit Parteinamen zu gründen.
Leben
Vater aus der Habsburgermonarchie, Mutter Slowenin; 1944 Flakhelfer, Kriegsgefangenschaft, Matura in Wien. Studium in Wien und Innsbruck, 1950 mit der Frau Benita in die Vereinigten Staaten, New School, Alfred Schütz. Der Umweg ist New York: Philosophie über Albert Camus, Promotion in Soziologie, Rückkehr nach Frankfurt, von 1970 bis 1994 Konstanz. Er starb in Kärnten.
Wirkung
Berger und Luckmann haben die Wissenssoziologie über Ideengeschichte und Ideologiekritik hinaus auf Institution, Sozialisation und das Wissen des Alltags gezogen. Wirklichkeit ist Qualität von Phänomenen, die ungeachtet unseres Wollens da sind; Wissen die Gewissheit, dass sie bestimmbare Eigenschaften haben. Die unsichtbare Religion verschob den Blick von der Kirche auf die individuelle Transzendenz, auf den Akt, in dem ein Organismus gesellschaftliches Wesen wird.
Die Kritik blieb, der Religionsbegriff sei zu weit: Fußball erfüllte die Kriterien. Das Buch von 1966 wurde Kanon der siebziger und achtziger Jahre, oft als Freibrief gelesen, alles sei nur Konstruktion. Wer Luckmann nur als Konstruktivisten zitiert, unterschlägt die Phänomenologie Schütz’ und die Härte der Institution. Wer nur die unsichtbare Religion nimmt, unterschlägt, dass das gemeinsame Hauptwerk die Alltagswelt meint, nicht den Kult.
Werke
In Auswahl außerdem: Die unsichtbare Religion, Strukturen der Lebenswelt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.