Autor:Peter L. Berger
Peter L. Berger (1929–2017), in Wien geboren und in Brookline in Massachusetts gestorben, hat das Alltagswissen zur Sache der Soziologie gemacht. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, mit Thomas Luckmann, ist das Buch, das Konstruktion nicht als Beliebigkeit fasst, sondern als Härte.
Leben
Jüdische Familie, Flucht vor der Judenverfolgung nach Palästina, ab 1946 die Vereinigten Staaten. Der Umweg ist die New School und Alfred Schütz: Wer die Lebenswelt ernst nimmt, sucht Wissen nicht zuerst in Ideologien, sondern in dem, was der Mensch auf der Straße für selbstverständlich hält. Professuren, zuletzt Boston, ein Lutheraner eigener Prägung. Er starb in Massachusetts.
Wirkung
Berger und Luckmann haben die Wissenssoziologie vom Traktat auf den Alltag umgestellt. Institution, Rolle, Legitimation, Verdinglichung: Was Menschen wiederholt tun, wird äußerlich und wirkt auf sie zurück. Die Religionssoziologie Bergers wächst daraus – das heilige Dach, später der häretische Imperativ: Im Pluralismus muss jeder wählen, auch wer rechtgläubig bleiben will.
Kanonisiert wurde die Konstruktion schnell, oft zur Floskel, alles sei nur gemacht und deshalb gleichgültig. Das Buch behauptet das Gegenteil. Wer Berger nur als Vorbereiter einer Beliebigkeitssoziologie liest, unterschlägt die Härte der Faktizität; wer nur den Religionssoziologen nimmt, unterschlägt, dass der Alltag die Theorie trägt, nicht der Kult.
Werke
In Auswahl außerdem: Einladung zur Soziologie, Zur Dialektik von Religion und Gesellschaft, Der Zwang zur Häresie.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.