Autor:Sebastian Haffner

Sebastian Haffner (1907–1999), eigentlich Raimund Pretzel, in Berlin geboren, hat das deutsche zwanzigste Jahrhundert als Journalist auf die knappe Form gebracht; der Roman Abschied, 1932 geschrieben und 2025 aus dem Nachlass erschienen, zeigt die Helligkeit davor. Ein junger Deutscher verbringt letzte Tage in Paris und muss heim, ins Reich, das schon dunkelt.

Leben

Jura, das Referendariat unter den neuen Machthabern, 1938 die Flucht nach England mit der jüdischen Freundin, der Name Haffner für den Observer. Der Umweg war das Exil, das aus dem Juristen den Analytiker machte: Pretzel schrieb, um zu erklären, was er verlassen hatte, und kehrte 1954 zurück, als Kolumnist, der die Bundesrepublik nicht schonen wollte. Er starb in Berlin. Das Manuskript von 1932 blieb liegen, weil die Zeit danach keine leichte Liebesgeschichte mehr ertrug.

Wirkung

Haffner hat in den Anmerkungen zu Hitler und der Geschichte eines Deutschen die Form gefunden, in der Millionen das Reich lasen: kurz, kalt, ohne Fußnotenstolz. Der Roman aus dem Nachlass ist der andere Pol, nicht die Analyse, sondern die Schwelle: Teddy, Paris, die Abreise, während die Stadt noch leicht ist. Volker Weidermann hat das Buch 2025 begleitet; es ergänzt das Bild der frühen dreißiger Jahre um eine Stimme, die unser Schulwissen oft auslässt. Der Erzähler heißt wie der Verfasser damals Raimund Pretzel.

Die Nachwelt hatte Haffner als Historiker des Alltags und als Polemiker kanonisiert, lange bevor der Roman da war. Nun droht die Gefahr, den Analytiker nachträglich zum Romancier zu machen, oder umgekehrt den Roman als bloße Fußnote zu führen. Beides verkürzt. Wer nur Hitler-Anmerkungen kennt, hat die Pariser Tage nicht gesehen. Wer nur den Nachlassroman nimmt, unterschlägt, weshalb der Name hier zuerst stand: als Klartext über die Deutschen, nicht als Liebesgeschichte.

Werke

In Auswahl außerdem: Geschichte eines Deutschen, Anmerkungen zu Hitler, Churchill.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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