Autor:Martin Suter

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Martin Suter (geb. 1948), in Zürich geboren, hat der Deutschschweiz den Gesellschaftsroman gegeben, der wie ein Kriminalfall gelesen werden will: Geld, Scham, ein schwindendes Gedächtnis. Small World zieht 1997 ein vertauschtes Leben auf wenige Häuser zusammen; danach kamen Kunstfälschung, Küche, Allmen und die Tücken des Gehirns, kühl erzählt und oft verfilmt.

Leben

Werbetexter, Kolumnen, dann erst der Roman: Der Umweg über die Anzeige erklärt den Blick auf Marke, Villa und Taschengeld, die bei Suter keine Kulisse sind, sondern Täter. Nach dem Erstling bei Diogenes folgte eine lose Folge um Bewusstsein und Täuschung, dazwischen der Kunsthändler Allmen und der Koch aus Sri Lanka. Jahre in Spanien und Mittelamerika, zurück die Schweiz. Geblieben ist der Erzähler des großbürgerlichen Milieus, der medizinische Stoffe in Gesellschaftsprosa übersetzt, ohne Klinikjargon zur Zierde zu machen.

Wirkung

Suter hat den Schweizer Reichtum als Instrument gezeichnet, mit dem Herkunft gekauft und umbenannt wird. Die Demenz in Small World kehrt die Zeit um; Ein perfekter Freund lässt das Gedächtnis zur Waffe werden; Der letzte Weynfeldt misst Preise und Fälschungen in derselben Währung. Später wurden Küche, Wein und der elegante Ermittler zum Markenzeichen, kühler und glatter als der Erstling, der noch näher am Melodram lag. Die Kritik nahm die Spannung; genauer sind die Bücher Studien darüber, wem ein Leben gehört, wenn die Papiere lügen.

Verfilmungen – Depardieu als Konrad Lang, Stefan Kurt als Weynfeldt – haben die Schärfe oft weicher gezeichnet. Die Kolumnen unter dem Titel Business Class hielten den Namen in den Zeitungen, bevor die Romane ihn festsetzten. Wer Suter nur als Lieferanten zürcherischer Kriminalfälle liest, hat Elvira Senn und die vertauschten Kinder nicht mitgelesen; wer nur den Erstling rettet, unterschlägt, dass dieselbe Rechnung in den späteren Bänden als Stil weiterläuft: höflich, genau, ohne Trost.

Werke

In Auswahl außerdem: Die dunkle Seite des Mondes, Der Teufel von Mailand, Elefant.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.