Autor:Lion Feuchtwanger

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Lion Feuchtwanger (1884–1958), in München geboren, hat dem historischen Roman die jüdische Zwischenlage und der Weimarer Republik den Zeitroman gegeben. Jud Süß misst Macht und Sündenbock; Die Geschwister Oppermann schreibt die Machtübernahme, während sie noch geschieht.

Leben

Jüdische Fabrikantenfamilie, Theater, Romane, 1933 die Flucht. Der Umweg war das Exil: Internierung in Frankreich, Rettung nach Kalifornien, Pacific Palisades neben Thomas Mann und Franz Werfel. In München hatte er Bayerns Justiz und den Putsch in Erfolg analysiert, bevor Hitler die Kanzlei hatte; in Amsterdam erschien 1933 der Oppermann-Roman, im kalifornischen Exil zuletzt Die Jüdin von Toledo. Er starb in Los Angeles.

Wirkung

Feuchtwanger hat Hofjuden, Münchner Justiz und Berliner Familie so erzählt, dass Anpassung, Geld und Gewalt ineinanderliegen. Süß organisiert den Absolutismus, den das Land am Juden ahndet; die Oppermanns glauben noch, der Spuk gehe vorüber; in Toledo opfert der Hof die Liebe, die er selbst gesucht hat. Die Wartesaal-Trilogie – Erfolg, die Oppermanns, Exil – ist Zeitgeschichte in Romanform, näher am Machtkalkül als am Chor. Klaus Mann nannte die Oppermanns die wirkungsvollste erzählerische Darstellung der deutschen Kalamität.

1940 drehte Veit Harlan den Film Jud Süß, der den Titel stahl und die Richtung umkehrte. Der Diebstahl hat das Buch lange verdunkelt; wer den Film für die Vorlage hält, hat Feuchtwanger nicht gelesen. Im Osten wurde er kanonisiert, im Westen oft als zu sinnlich und zu lehrhaft getadelt. Wer ihn nur als Chronisten des Exils führt, unterschlägt den Weimarer Analytiker von 1930. Wer nur den historischen Kostümroman will, trifft die Grenze der Assimilation, an der seine Figuren stehen.

Werke

In Auswahl außerdem: Exil, Die hässliche Herzogin, Der jüdische Krieg.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.