Autor:Karlheinz Deschner

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Karlheinz Deschner (1924–2014), in Bamberg geboren, hat die Kirchengeschichte als Anklageschrift geschrieben und die dunkle Seite zur einzigen Seite gemacht. Abermals krähte der Hahn von 1962 gab Laien das Dossier, das Zweifeln das Gefühl verlieh, gelehrt zu sein. Die zehnbändige Kriminalgeschichte des Christentums führt dasselbe Programm bis ins achtzehnte Jahrhundert.

Leben

Katholischer Vater, protestantische Mutter, die konvertierte; Internate bei Orden, 1942 Kriegsfreiwilliger, zuletzt Fallschirmjäger, mehrmals verwundet. Nach dem Krieg Würzburg, Promotion über Lenau. Der Umweg ist die Ehe mit der geschiedenen Elfi Tuch: Exkommunikation durch Bischof Julius Döpfner, bevor Deschner eine Zeile Kirchenkritik veröffentlicht hatte. Friedrich Nietzsche, Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer; zuerst Romane, dann der Hahnenschrei. Private Mäzene finanzierten die Kriminalgeschichte. Er lebte in Haßfurt und starb dort. Hätte er noch einmal zu leben, sagte er, würde er die Kraft den Tieren widmen.

Wirkung

Deschner hat Evangelien, Paulus, Ämter und das Verhältnis der Kirchen zu Mussolini, Franco und Hitler als eine Linie der Intoleranz erzählt, die sich Erlösung nennt. Mehr als viertausend Belege sollen die Laienrede absichern. Hans Conzelmann bescheinigte Information; Georg Denzler bestritt Wissenschaftlichkeit: einseitige Literatur, Ereignisse fürs Ganze, ein Apparat, der oft nicht prüfbar sei. Die Stärke ist die Sichtung unbequemer Quellen; die Schwäche ist das Urteil, das vor der Sichtung feststeht. Herkunftsbehauptungen der Religionsgeschichte der fünfziger Jahre gelten ihm als gesichert, aus Ähnlichkeit wird Abhängigkeit.

Für die bundesdeutsche Kirchenkritik war der Hahnenschrei das Hausbuch, die Kriminalgeschichte die Fortsetzung in zehn Akten. Nachbarschaft hat er zu Uta Ranke-Heinemann, nicht zur Fachkirchengeschichte, die Einseitigkeit und veralteten Stand wirft, ohne die Anklage auf Macht und Gewalt entkräften zu können. Wer Deschner als Lehrbuch der Alten Kirche liest, liest falsch. Wer die Blutspur leugnet, weil der Ton hämisch ist, schont die Akten. Lesen heißt die Belege prüfen und die Linie nicht für die Geschichte selbst nehmen.

Werke

In Auswahl außerdem: Kriminalgeschichte des Christentums, Der gefälschte Glaube.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.