Autor:Irmgard Keun

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Irmgard Keun (1905–1982), in Berlin geboren und am Rhein aufgewachsen, hat der Neuen Sachlichkeit eine Stimme gegeben, die nicht reportiert, sondern Glanz will. Das kunstseidene Mädchen schreibt das Berlin der frühen dreißiger Jahre als Tagebuch einer, die kein Schatten bleiben mag.

Leben

Schauspielunterricht, kleine Rollen, dann die Prosa, die sie berühmt machte, ehe sie dreißig war. 1933/34 die Verbote, die Flucht; der Umweg war das Exil an der Seite von Joseph Roth und das Zurückkehren in ein Land, das sie vergessen hatte. Sie lebte unter falschem Namen in Deutschland weiter, als das Ausland sie schon für tot halten konnte, und tauchte nach 1945 in Köln wieder auf, ohne den alten Ruhm. Sie starb dort, erst von einer neuen Leserschaft eingeholt.

Wirkung

Keun hat den Zeitroman in die Syntax der Wunschbilder geholt. Doris spricht, als drehe sie sich selbst; Kunstseide, Herrenbekanntschaften, die große Stadt, die den Aufstieg verspricht und den Niedergang nicht ankündigt. Das ist schärfer als die Männerreportage derselben Jahre, weil die Ich-Erzählerin die Warenwelt nicht von außen zählt, sondern anprobiert. Gilgi und Nach Mitternacht halten denselben Blick auf die, die noch tanzen, während die Gewalt schon im Saal steht.

Die Nachkriegsgermanistik ließ sie liegen; die Wiederentdeckung der siebziger Jahre machte sie zur Kronzeugin einer weiblichen Moderne, manchmal enger als die Bücher. Sie ist witziger und kälter als das Denkmal. Wer nur die emanzipierte Berlinerin sucht, verfehlt die Angst, die unter der Pose liegt – und die genaue Kenntnis der Männer, die den Glanz verteilen.

Werke

In Auswahl außerdem: Gilgi – eine von uns, Kind aller Länder.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.