Autor:Heinrich Heine
Heinrich Heine (1797–1856), in Düsseldorf geboren, hat aus dem Pariser Exil die deutsche Romantik verspottet und ihr zugleich das letzte Waldlied geschrieben. Atta Troll schickt einen Tanzbären als Tendenzredner in die Pyrenäen; der Bär endet als Bettvorleger, die Satire als Kunst.
Leben
Tuchhändlerfamilie, Bonn, Berlin, Göttingen, die Taufe, die nie die Tür ins Amt öffnete, dann 1831 Paris. Der Umweg war diese Auswanderung: Heine schrieb deutsch in Frankreich, gegen die Zensur, gegen die Tendenzdichter des Vormärz und gegen die eigene Sehnsucht nach den Wäldern, die er zerspottete. 1841 die Pyrenäenreise, aus der Atta Troll entstand; ab 1848 die Matratzengruft. Er starb in Paris.
Wirkung
Heine hat die politische Dichtung getroffen, indem er sie als Bärenpredigt vorführte: Atta Troll will ein gerechtes Tierreich, hält Reden wie ein Versammlungsredner und wird erlegt, ausgestopft, nach Paris verkauft. Das ungereimte Trochäengedicht ist leicht und dicht; die Zeitgenossen stehen als Jäger, Schwärmer, Philister im Wald. „Um der Kunst willen“ sagt das Vorwort, und auf jeder Seite sitzt der Witz über die Zeitung. Das letzte Kapitel nennt das Gedicht vielleicht das letzte freie Waldlied der Romantik – Abschied und Fußtritt in einem.
Die Schule hat lange das Buch der Lieder behalten und den Bären für schwierig erklärt; die Germanistik hat den Franzosenfeind und den Juden, den Nestbeschmutzer und den Klassiker nacheinander aus ihm gemacht. Vergeblich. Wer nur die Loreley will, hat Atta Troll nicht gelesen. Wer nur die Satire will, unterschlägt die Zärtlichkeit, mit der Heine den Wald aufgibt, den er nicht mehr betreten darf. Paris hat ihn nicht zum Franzosen gemacht; es hat dem Deutschen die Zunge geschärft.
Werke
- Atta Troll (1843)
- Deutschland. Ein Wintermärchen (1844)
- Buch der Lieder (1827)
- Die Harzreise (1826)
In Auswahl außerdem: Romanzero.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.