Autor:Desmond Morris
Desmond Morris (1928–2026), in Purton in Wiltshire geboren, hat den Menschen als weitere Affenart beschrieben. Der nackte Affe von 1967 erklärt Sexualität, Aufzucht und Kampf zoologisch; das Buch wurde in dreiundzwanzig Sprachen übersetzt und machte aus der Verhaltensforschung ein öffentliches Ärgernis.
Leben
Der Vater starb an den Wunden des Ersten Weltkriegs; der Großvater war Naturkundler in Swindon. Studium in Birmingham, die Promotion bei Nikolaas Tinbergen in Oxford über den Stichling, dann London: Fernsehen, der Zoo, Kurator der Säugetiere. Der Umweg ist die Kamera: Wer Tiere einem Massenpublikum zeigt, schreibt später den Menschen ebenso ungeniert. 1967 das Buch, das den Zoo verließ; Malta, wieder Oxford, Malerei. Er starb 2026 in Naas in Irland.
Wirkung
Morris hat die Sonderstellung zerschlagen, die den Leib aus der Rede hält, sobald von Begehren die Rede ist. Nacktheit, Paarbindung, die lange Kindheit: Gattungstendenzen, nicht Sittenlehre. Die Savanne lieferte den Rahmen, die Leichtigkeit den Ton. Erich Fromm hat solche biologischen Kurzschlüsse auf Aggression hin angegriffen; die Paläoanthropologie hat die Savannenhypothese verworfen. Geblieben ist die Zumutung, den Menschen zoologisch zu beschreiben, ohne ihn deshalb für entschuldigt zu halten.
Die Fortsetzungen über den menschlichen Zoo und die Körpersprache haben den Ansatz zur Marke gemacht, ohne die Fachkritik zu entkräften. Wer den Titel für Spott hält, verfehlt die Bestimmung; wer ihn als letzten Schlüssel liest, verfehlt die Kultur, die der nackte Affe selbst ist. Nach 1967 spricht man über Sexualität als Evolutionsgeschichte hinter diesem Band, oft genauer, als Morris es konnte.
Werke
- Der nackte Affe (1967)
In Auswahl außerdem: Der menschliche Zoo, Körpersignale.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.