Zärtlich ist die Nacht
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Zärtlich ist die Nacht |
| Autor(en): | F. Scott Fitzgerald |
| Originaltitel: | Tender Is the Night |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1934 |
| Schlagwörter: | Riviera, Ehe, Psychiatrie, Niedergang |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Diogenes
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| Umfang dieser Ausgabe: | 560 Seiten |
| ISBN: | 9783257236958 |
| Verweise | |
Zärtlich ist die Nacht ist der Roman von F. Scott Fitzgerald, 1934 erschienen, nach Der große Gatsby sein zweites großes Buch über die amerikanischen Reichen in Europa. Der Titel zitiert Keats; die Zärtlichkeit gilt einer Ehe, die den Mann aufbraucht. Der Psychiater Dick Diver und seine vermögende, kranke Frau Nicole führen an der Côte d’Azur ein Haus, in dem Künstler und Müßiggänger verkehren, bis eine junge Schauspielerin und die Rechnung der Jahre Dick zerlegen. Fitzgerald hat neun Jahre an dem Band gearbeitet und ihn später umgestellt; die erste Fassung, die Diogenes ins Deutsche gebracht hat, gilt vielen als die stärkere. Bei Erscheinen war das Buch ein Misserfolg; heute zählt es zu den großen amerikanischen Eheromanen des Jahrhunderts.
Inhalt
Im Sommer 1925 kommt die achtzehnjährige Schauspielerin Rosemary Hoyt mit der Mutter an die Riviera und trifft am Strand Dick Diver, der das Leben der Gruppe zu dirigieren scheint, und Nicole, schön, willensstark, undurchsichtig. Rosemary verliebt sich in Dick; er nimmt sie in die Villa Diana auf, küsst sie, weist die Verführung zurück, weil er Nicole liebt und sich für das Mädchen väterlich verantwortlich fühlt. Eine Hausfeier endet in einem Duell, das Tommy Barban, Nicoles Verehrer, dem Schriftsteller McKisco aufzwingt. In Paris setzen sich Einkäufe, Nächte und der Alkohol des Komponisten Abe North fort. Ein toter Mann liegt in der Suite der Divers; die Gesellschaft schafft die Leiche auf den Flur und bittet um Diskretion. Rosemary wird Zeugin eines Ausbruchs zwischen Nicole und Dick.
Eine Rückblende erzählt die Herkunft der Ehe. Dick, junger Arzt, kommt 1919 nach Zürich in Dohmlers Klinik. Die Patientin Nicole Warren, an Schizophrenie erkrankt nach dem Missbrauch durch den Vater, schreibt ihm Briefe und verliebt sich. Die reiche Schwester Baby fördert die Verbindung als Therapie. Dick heiratet die Patientin, gibt Jahre der Wissenschaft preis und lebt von ihrem Geld. Ende der zwanziger Jahre kaufen Dick und der Kollege Franz eine Klinik; Nicole erleidet Rückfälle, verursacht einen Unfall, Dick trinkt. In Rom trifft er die inzwischen etablierte Rosemary wieder, will die alte Liebe erzwingen, stößt auf Desinteresse, prügelt sich mit der Polizei und wird misshandelt. Baby muss ihn herausholen.
Zurück an der Riviera ist Dick als Arzt verbraucht, als Ehemann gereizt, als Vater zärtlich und als Trinker unmöglich. Nicole wendet sich Barban zu, schläft mit ihm, wirft Dick die verschwendeten Jahre vor. Dick gibt nach, verlässt die Villa; Nicole heiratet Barban. Dick praktiziert in den Vereinigten Staaten mit mäßigem Erfolg, bis sich seine Spur verliert. Fitzgerald erzählt den Niedergang nicht als eine einzige Ursache, sondern als Summe: Geld, Krankheit, Ehrgeiz, Alkohol, das Alter Rosemarys, das Dick nicht mehr hat. Nicole wird gesund, indem sie den Arzt abstreift; Dick wird unsichtbar, indem er nützlich war. Der Schluss ist kühl. Es gibt keine Instanz, die gerecht verteilt.
Einordnung
Fitzgerald hat den Roman der reichen Amerikaner in Europa an die Psychiatrie gebunden: Die Ehe ist Behandlung, die Riviera eine Station, das Geld der Warrens das Bett. Zeitgenossen tadelten, Dicks Scheitern sei unmotiviert; andere rühmten genau diese Motivierung aus Abhängigkeit und versäumter Arbeit. Hemingway, nach erneuter Lektüre, fand das Buch besser, als er zuerst gedacht hatte, und verurteilte später die umgestellte »endgültige« Fassung als verstümmelt. Die deutsche Übersetzung von Renate Orth-Guttmann folgt der ersten Ordnung, die mit Rosemarys Blick beginnt und Nicoles Geschichte nachträgt.
Henry King hat 1962 mit Jennifer Jones und Jason Robards verfilmt; die BBC drehte 1985 eine Miniserie. Beide fassen schwer, was der Roman in Dialogen und inneren Monologen verteilt. Neben Der große Gatsby ist Zärtlich ist die Nacht das Buch, in dem Fitzgerald die Zerstörung durch Reichtum nicht als Party, sondern als Lange Dauer der Pflege erzählt. Wer nur die Riviera sucht, findet eine Klinik; wer nur die Klinik sucht, findet den Strand, an dem Dick morgens schwimmt, als sei noch nichts entschieden. Die angegebene Diogenes-Ausgabe macht die erste Fassung wieder lesbar.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
