Träumen Androiden von elektrischen Schafen
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Träumen Androiden von elektrischen Schafen? |
| Autor(en): | Philip K. Dick |
| Originaltitel: | Do Androids Dream of Electric Sheep? |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1968 |
| Schlagwörter: | Android, Empathie, Tier, Jagd |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Fischer Taschenbuch
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 272 Seiten |
| ISBN: | 9783596297702 |
| Verweise | |
Träumen Androiden von elektrischen Schafen? ist der 1968 erschienene Roman von Philip K. Dick, im Original Do Androids Dream of Electric Sheep?. Nach einem Atomkrieg ist die Erde verstaubt, die Tiere sind selten, und künstliche Menschen, die vom Mars fliehen, werden von Prämienjägern »in den Ruhestand versetzt«. Dick hat die Grenze zwischen Mensch und Artefakt nicht an die Intelligenz gelegt, sondern an die Empathie. Ridley Scotts Film Blade Runner von 1982 hat den Titel und vieles andere ersetzt; die Neuübersetzung von Manfred Allié (Fischer Tor, 2017) gibt den Roman wieder unter dem Filmnamen und dem Fragetitel. Das elektrische Schaf des Protagonisten steht auf dem Dach, wo früher ein echtes stand.
Inhalt
Rick Deckard jagt in San Francisco Androiden der Reihe Nexus-6. Seine Frau Iran bedient die Stimmungsorgel, ein Gerät, das Gefühle wählt wie Programme; das Paar lebt in einem fast leeren Gebäude. Echte Tiere sind Status; Deckard hält ein elektrisches Schaf und will von der Prämie ein lebendes kaufen. Der Voigt-Kampff-Test misst empathische Reaktionen. Bei der Firma Rosen – im Film Tyrell – prüft er Rachael Rosen, die den Test fast besteht. Sechs Nexus-6 sind geflohen; Deckard soll sie töten. Die Opernsängerin Luba Luft, der Müllarbeiter Polokov, die Androidin Pris und das Ehepaar Roy und Irmgard Baty gehören dazu.
J. R. Isidore, als »Spezialfall« wegen der Strahlung ausreiseunfähig, nimmt Pris und die Batys bei sich auf. Er sieht täglich die Sendung von Buster Freundlich, der sich als Androide erweist und den Mercerismus entlarvt: Die Einswerdungsbox, in der die Gläubigen mit Mercer einen Hang hinaufsteigen und Steine abbekommen, stammt aus einem billigen Streifen; Mercer ist ein heruntergekommener Schauspieler. Die Androiden hoffen, die Religion, von der sie ausgeschlossen sind, falle in sich zusammen. Deckard tötet nacheinander; nach der Affäre mit Rachael zweifelt er, ob Androiden nicht doch träumen. Rachael sagt, sie habe schon andere Jäger auf diese Weise unbrauchbar gemacht.
Deckard findet die Flüchtigen bei Isidore und tötet Pris, Irmgard und Roy, ohne großen Kampf: Sie werden lethargisch, wenn die Lage aussichtslos ist. Zu Hause hat Rachael die echte Ziege getötet, die Deckard sich von der Prämie gekauft hatte. Er fliegt nach Norden, hat eine Vision Mercers und findet eine Kröte, die als ausgestorben gilt. Iran erkennt: auch die Kröte ist künstlich. Sie beschließen, das Tier trotzdem zu halten. Der Roman endet nicht mit der Gewissheit, was ein Mensch sei, sondern mit einem falschen Tier, das gepflegt wird. Iran, nicht der Jäger, spricht den letzten praktischen Satz: Füttern, auch wenn es Schwindel ist.
Einordnung
Dick hat 1968 die Frage gestellt, die der Film in Melancholie und Verfolgung übersetzt: nicht ob Deckard selbst künstlich ist – das deutet vor allem Scott an –, sondern ob Mitgefühl herstellbar, täuschbar, religiös organisierbar ist. Mercerismus, Stimmungsorgel und Tierkatalog fehlen bei Scott fast ganz; dafür wachsen Faustkämpfe und die Stadt als nasse Dunkelheit. Gegen Das Orakel vom Berge ist die falsche Welt hier keine andere Geschichte, sondern das eigene Mitgefühl. Gegen Solaris bleibt das Gegenüber ansprechbar und tödlich.
Die deutsche Erstübersetzung von 1969 hieß noch Träumen Roboter von elektrischen Schafen?; später wechselten die Titel mit den Filmstarts. Alliés Fassung macht die Sprache wieder differenziert, die Wölfl-Fassung oft geglättet hatte. Scotts Deckard ist unverheiratet oder geschieden, in Los Angeles, ohne Iran, ohne Kröte. Das Buch bleibt die unbequemere Auskunft, dass Menschen ihre Empathie an Geräte und an Statustiere delegieren und Androiden trotzdem töten, weil ein Test es verlangt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
