Autor:Roland Reuß

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Roland Reuß (geb. 1958), in Karlsruhe geboren und in Heidelberg lehrend, hat dem gedruckten Buch eine Streitschrift gegeben, als die Digitalisierung es schon für erledigt hielt. Ende der Hypnose. Vom Netz und zum Buch nimmt Marshall McLuhans kollektive Hypnose der elektrischen Medien beim Wort und kehrt die Richtung um: vom Netz zum Buch.

Leben

Germanistik, Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Heidelberg, 1990 die Dissertation über Hölderlin, 1994 das Institut für Textkritik. Mit Peter Staengle die Handschriften Kafkas und Kleists, Seite für Seite. Der Umweg ist die Edition: Wer Jahre an einem durchgestrichenen Satz sitzt, hält das abgeschlossene Buch für die Form, die dem Satz gerecht wird – nicht den Strom der Dateien. 2009 der Heidelberger Appell gegen Google Books und den Zwang zum freien Zugang; 2012 das schmale Buch. Er lehrt neuere deutsche Literatur in Heidelberg.

Wirkung

Reuß hat die Verteidigung des Buches aus der Editionsphilologie in die Öffentlichkeit gezogen. Das Buch sei ein stabiler Zusammenhang gegen Zerstreuung, Werbung und die Konzerne, die das kulturelle Gedächtnis als Geschäft nehmen; Autoren, Verlage und der nicht monopolistische Handel gehörten zusammen, oder die Kultur der Qualität ende. Neben McLuhan steht er als der Germanist, der die Hypnose nicht beschreiben, sondern beenden will.

Gelesen wird er als Mahner und als Rückwärtsgewandter. Der Appell fand Tausende Unterschriften und scharfen Widerspruch in den Wissenschaften, die den freien Zugang für Erkenntnis hielten, nicht für Enteignung. Wer nur den Kulturpessimisten nimmt, unterschlägt die Handschriften; wer nur den Editor nimmt, unterschlägt, dass das Büchlein eine Politik des Buches fordert. Geblieben ist der Streit, ob das widerständige Buch eine Form ist oder eine Epoche.

Werke

In Auswahl außerdem: die historisch-kritische Franz-Kafka-Ausgabe und die Brandenburger Kleist-Ausgabe (mit Peter Staengle), die Hölderlin-Arbeit.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.