Philosophische Untersuchungen

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Philosophische Untersuchungen
Autor(en): Ludwig Wittgenstein
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1953
Seitenanzahl: 300 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3518223720
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518223727
Schlagwörter: Sprachspiel, Gebrauch, Familienähnlichkeit, Regel
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen
Umschlag

Philosophische Untersuchungen ist das 1953 aus dem Nachlass herausgegebene zweite Hauptwerk von Ludwig Wittgenstein. Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache – nicht ein Bild im Kopf und nicht ein Gegenstand, den der Name trifft.

Inhalt

Wittgenstein beginnt mit Augustinus’ Bild vom Lernen: Wörter heißen Gegenstände. Dagegen setzt er das Sprachspiel: Befehle auf der Baustelle, das Zeigen, das Raten, das Beten – Tätigkeiten, in denen Wörter ihre Arbeit tun. Es gibt nicht das Wesen der Sprache, es gibt Verwandtschaften, Familienähnlichkeit, wie bei den Spielen, die kein gemeinsames Merkmal teilen und doch zusammengehören. Einer Regel folgen ist keine innere Schiene; es ist Praxis in einer Lebensform. Das private Empfindungswörterbuch scheitert, weil Maßstäbe öffentlich sind.

Die Philosophie wird zur Therapie. Probleme entstehen, wenn die Sprache leerläuft, wenn das Bild uns gefangen hält. Die Untersuchung löst nicht, indem sie eine Theorie setzt; sie zeigt den Weg aus der Flasche. Grammatik, nicht Metaphysik: Was wir für Wesen hielten, war Gebrauch, den wir nicht übersahen.

Der Ton ist Gespräch mit sich, Frage, Beispiel, Witz, Abbruch. Keine Nummerngesetze mehr wie im Tractatus logico-philosophicus, ein Album von Skizzen. Wer ein System sucht, findet Verweigerung; wer die Verweigerung für Beliebigkeit hält, hat die Strenge der Beispiele nicht gelesen. Das Buch ist unvollendet und trotzdem das Werk, das die analytische Philosophie nach 1950 umgedreht hat.

Einordnung

Die Untersuchungen sind die Absage des Tractatus an sich selbst: vom Bild zum Gebrauch, vom Schweigen zur Vielfalt der Spiele. Jacques Derrida hat in der Grammatologie die Schrift gegen die Stimme gesetzt; Wittgenstein setzt den Gebrauch gegen das innere Meinen – verwandte Misstrauen, verschiedene Schulen. Die Kritik nennt den Spätstil quietistisch, konservativ gegenüber Lebensformen, unfähig, Herrschaft in der Sprache zu nennen, die Judith Butler später als Macht im Sprechen fasst. Geblieben ist der Satz vom Gebrauch, der in jeder Debatte über Bedeutung wiederkehrt, oft verdünnt zur Auskunft, es komme auf den Zusammenhang an. Bei Wittgenstein ist das keine Auskunft, es ist die Arbeit.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.