Kritik der islamischen Vernunft
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Kritik der islamischen Vernunft |
| Autor(en): | Mohammed Arkoun |
| Originaltitel: | Pour une critique de la raison islamique |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1984 |
| Schlagwörter: | Koran, Unvordenkliches, Aufklärung, Islam |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Religionswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Dār al-Sāqī
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| Umfang dieser Ausgabe: | 318 Seiten |
| ISBN: | 9781855165120 |
| Verweise | |
Kritik der islamischen Vernunft (französisch Pour une critique de la raison islamique) erschien 1984. Mohammed Arkoun verlangt, den Koran und die Tradition mit den Werkzeugen der Historie, der Linguistik, der Anthropologie zu lesen: das Unvordenkliche, das die Orthodoxie aus dem Sagbaren ausgeschlossen hat, wieder in die Debatte holen. Das Buch hat der Nahda-Nachwelt die religionswissenschaftliche Aufklärung gegeben, gegen Qutbs Meilensteine und neben Larouis Ideologiekritik.
Inhalt
Arkoun, in Algerien geboren, in Paris lehrend, unterscheidet das Koranische als Ereignis, das Offizielle als Kanon, das Unvordenkliche als das, was Macht aus dem Denken gestrichen hat. Kritik heißt nicht Zerstörung des Glaubens; sie heißt, dass Offenbarung eine Geschichte hat, in der Menschen entscheiden, was gilt. Gegen Houranis Reformer, die Institutionen mit dem Islam versöhnen wollten, setzt Arkoun die Behauptung, dass Versöhnung ohne Kritik der Vernunft, die den Kanon trägt, Restauration bleibt. Gegen Qutb, der Prüfung für Jahiliyya hält, setzt er Prüfung als Pflicht. Gegen Said, der den westlichen Blick anklagt, setzt er die Behauptung, dass Kritik von innen nötig ist, nicht nur die Anklage des außen.
Das Buch ist eine Sammlung, kein System, und gerade darum ein Programm. Wer nur den Titel als Kampfansage sucht, hat die Geduld der Lektüren nicht gelesen. Wer nur Paris sucht, unterschlägt Kabylie. Adonis sprengt die Metapher; Arkoun sprengt das Unvordenkliche der Theologen. Hussein hatte die vorislamische Dichtung datiert und einen Skandal ausgelöst; Arkoun datiert die Vernunft, die Dichtung und Gesetz umstellt. Die Fatwas gegen ihn fielen milder aus als gegen andere; die akademische Wirkung war größer im Westen als in den Azhar-Hörsälen, die Hussein schon verlassen hatte.
Die Grenzen liegen in der Schwerverständlichkeit, die das Programm vor den Gemeinden schützt und von ihnen trennt, und in der Gefahr, Religionswissenschaft für die Lösung zu halten, die die Politik nicht ist. Arkoun wusste das. Die Wirkung ist die eines Bandes, ohne den die Rede von islamischer Aufklärung nach 1984 ärmer wäre – und den Qutbs Erben nicht widerlegen, indem sie ihn ignorieren.
Einordnung
Arkoun hat der arabischen Nachwelt die Kritik der islamischen Vernunft hinterlassen. Neben Hussein, Hourani, Qutb und Said steht dieser Band als die Behauptung, dass Offenbarung Historie verträgt, ohne zu vergehen. Die Wirkung reicht in die Islamwissenschaft und in jede Debatte über Reform, die mehr will als Institutionen. Wer nach 1984 islamische Vernunft sagt und Unvordenkliches meint, spricht Arkoun. Die Meilensteine bleiben der Gegner; hier steht die Prüfung.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
