Autor:Hans Hellmut Kirst

1914 1989
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Hans Hellmut Kirst (1914–1989), in Osterode in Ostpreußen geboren, hat der frühen Bundesrepublik den Kasernenroman gegeben, in dem der Drill das Gesicht des Krieges ist, nicht die Idee. 08/15 schickt den Gefreiten Asch durch Kaserne, Front und Zusammenbruch; der Titel meint das Maschinengewehr und im Soldatenmund das Schablonenhafte.

Leben

Volksschullehrersohn, 1933 zur Reichswehr, Offizier der Wehrmacht bis 1945. Der Umweg war genau dieser Dienst: Kirst schrieb nicht als Distanzierter über den Kommiss, sondern als einer, der ihn ausgeübt und erlitten hatte. Nach dem Krieg Journalist, dann die Trilogie von 1954 und 1955, über die Franz Josef Strauß den Boykott wollte, weil sie nicht zur Wiederbewaffnung passte. Später weitere Kriegs- und Nachkriegsromane, Wohnsitz Bremen; er starb dort.

Wirkung

Kirst hat den Nationalsozialismus nicht als Weltanschauung seziert, sondern als Schleiferei, Etappensumpf und Sinnlosigkeit des Befehls. Asch überlebt durch Witz und Trotz, nicht durch Gesinnung; die Offiziere sind oft lächerlich, manchmal gefährlich, selten dämonisch. Das traf ein Publikum, das den Krieg hinter sich hatte und die Bundeswehr vor sich, und es traf den Nerv genauer als manches Bekenntnisbuch, weil es die Sprache der Stube sprach. Die Filme mit Joachim Fuchsberger machten Asch zum Gesicht der fünfziger Jahre.

Die Nachwelt hat ihn lange als Unterhaltungsautor der Kaserne abgelegt, unterhalb der Gruppe 47 und oberhalb des Groschenhefts. Unrecht ist die Verachtung, falsch wäre die Feier. Wer nur den Spaß am Schleifer liest, hat den dritten Band nicht gesehen, in dem der Krieg kein Schwank mehr ist. Wer in Asch den heimlichen Widerstand sucht, überfordert einen Gefreiten, der vor allem durchkommen will. Das Buch bleibt das Lehrstück vom Kommiss, das die Republik lachend verschluckte.

Werke

In Auswahl außerdem: Fabrik der Offiziere, Die Nacht der Generale, Keiner kommt davon.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.