Grammatologie
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Grammatologie |
| Autor(en): | Jacques Derrida |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1967 |
| Seitenanzahl: | 540 Seiten |
| Originaltitel: | De la grammatologie |
| Originalsprache: | französisch |
| ISBN-10: | 3518280171 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783518280171 |
| Schlagwörter: | Schrift, Differenz, Logozentrismus, Spur |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Rezensionen | |
Grammatologie (französisch De la grammatologie) ist das 1967 erschienene Buch von Jacques Derrida. Die abendländische Metaphysik hat die Stimme über die Schrift gesetzt, als wäre Bedeutung zuerst lebendige Gegenwart; Derrida nennt das Logozentrismus – die Herrschaft des Wortes als Sinn – und zeigt, dass Bedeutung immer schon Aufschub und Unterschied ist.
Inhalt
Der erste Teil gilt der Wissenschaft von der Schrift, die es so nicht gibt, weil die Philosophie die Schrift als bloße Nachahmung der Rede behandelt hat. Rousseau, Saussure, Lévi-Strauss: Überall dieselbe Geste, das Ursprüngliche in der Nähe der Stimme zu suchen und die Schrift als Verfall, Technik, Gift. Derrida liest Platons Pharmakon mit: Die Schrift hilft dem Gedächtnis und zerstört es. Was sich als Ursprung ausgibt, ist schon Spur.
Dafür setzt er einmal das Wort différance: nicht nur Unterschied zwischen Zeichen, sondern Aufschub, das Immer-noch-nicht der Bedeutung, die nie als volle Gegenwart eintrifft. Der zweite Teil liest Rousseau gegen Rousseau. Die Natur, die Stimme, das Kind, die Schrift als Gefahr für die unmittelbare Gesellschaft: Rousseau klagt an, was sein Text vollzieht. Die Dekonstruktion ist keine Methode, die man auf Texte anwendet; sie ist das, was im Text schon arbeitet.
Der Ton ist langsam, wiederholend, von einer Genauigkeit, die Leser zur Weißglut treiben kann. Derrida schreibt gegen Heidegger und mit ihm, gegen den Strukturalismus und durch ihn hindurch. Wer eine These in einem Satz will, bekommt sie und verliert sie sogleich, weil der Satz selbst Schrift ist, die sich nicht in Stimme auflöst.
Einordnung
Die Grammatologie hat die Geisteswissenschaften nach 1968 umgestellt: Autor, Ursprung, unmittelbarer Sinn wurden verdächtig. Martin Heideggers Sein und Zeit bleibt der große Vorgänger der Destruktion; Ludwig Wittgensteins Philosophische Untersuchungen das andere Misstrauen gegen die Bedeutung im Kopf. Judith Butler hat die Performanz des Geschlechts ohne Derrida nicht so geschrieben. Die Kritik ist massiv und oft berechtigt: unleserlich, apolitisch, ein Spiel, das Herrschaft in Metaphern auflöst, wo Michel Foucault in Überwachen und Strafen Institutionen nennt. Geblieben ist die Unruhe, dass der Ursprung, den man beschwört, schon eine Kopie ist.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
