Autor:Friedrich Schleiermacher

(Weitergeleitet von Friedrich Schleiermacher)
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Friedrich Schleiermacher (1768–1834), in Breslau geboren, hat der Religion einen eigenen Bezirk gegeben, den weder Metaphysik noch Moral füllen. Die Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern von 1799 bestimmen sie als Anschauung und Gefühl des Universums.

Leben

Herrnhuter Brüdergemeine, dann der Bruch mit ihrer Enge, Hauslehrer, Prediger an der Charité in Berlin. Der Umweg ist der frühromantische Kreis: die Wohnung mit Friedrich Schlegel, der Salon Henriette Herzs, die Zeitschrift Athenaeum. Die Reden erschienen anonym, aus Furcht, Metaphysik und Frömmigkeit würden in einem Geistlichen nicht getrennt. Später der Lehrstuhl in Berlin, die preußische Kirchenunion, die Platon-Übersetzung, die Glaubenslehre. Er starb in Berlin, als der protestantische Theologe, an dem das Jahrhundert den modernen Glauben maß.

Wirkung

Schleiermacher hat Religion von Beweis und Sittengesetz gelöst: Sinn und Geschmack fürs Unendliche, alles Endliche als Darstellung des Ganzen. Dogmen sind Reflexion über dieses Gefühl, nicht sein Kern; die wahre Kirche ist Gemeinschaft der Frommen, nicht Staatskirche. Das verschob den Protestantismus des neunzehnten Jahrhunderts von der äußeren Wahrheit der Schrift auf die innere Wahrheit der Erfahrung. Rudolf Otto knüpfte daran an, Ludwig Feuerbach las die Wendung zum Menschen weiter, Karl Barth bekämpfte den Kirchenvater, weil Gott zum Gefühl zu werden drohe.

Die Reden wurden schulisch und bleiben schärfer als die Feier. Wer nur das schlechthinnige Abhängigkeitsgefühl zitiert, unterschlägt, dass 1799 noch Anschauung neben Gefühl stand und Spinoza näher war als die spätere Dogmatik. Wer Schleiermacher nur als Romantiker rettet, unterschlägt die Kirchenpolitik und die Hermeneutik, die aus demselben Kopf kamen. Die Losung an die Gebildeten unter den Verächtern gilt weiter: Religion ist nicht das, wofür sie sie halten – und nicht schon darum wahr, weil sie sich so fühlt.

Werke

In Auswahl außerdem: Der christliche Glaube, Monologen, Hermeneutik und Kritik.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.