Elizabeth Gaskell (1810–1865), in Chelsea geboren und als Pfarrersfrau in Manchester lebend, hat den Industrieort in den englischen Gesellschaftsroman geholt, ohne die Fabrikanten zu Dämonen und die Arbeiter zu Heiligen zu machen. North and South schickt eine Pfarrerstochter aus dem ländlichen Süden in die nordenglische Fabrikstadt Milton und lässt sie auf den Herren Thornton treffen.
Leben
Früh die Mutter tot, Kindheit bei einer Tante in Knutsford, Heirat mit dem unitarischen Geistlichen William Gaskell, das Pfarrhaus in Manchester, Kinder, Krankheit, Armut vor der Tür. Der Umweg ist diese Pfarrei: Wer Tote begräbt und Streikende kennt, schreibt die Fabrik nicht aus der Broschüre. Charles Dickens druckte den Roman in Household Words vorab und kürzte am Schluss; das Buch von 1855 ist gerechter zu beiden Seiten als das Heft. Sie starb in Hampshire, mitten in Wives and Daughters.
Wirkung
Gaskell hat den sozialen Roman mit der Liebesgeschichte so verbunden, dass keines das andere entschuldigt. Margaret Hale lernt die Stadt der Schlote, Thornton die Grenze seiner Härte; der Streik bleibt Streit, nicht Tableau. Neben Mary Barton, schärfer von unten erzählt, steht North and South als der Band, der den Fabrikanten einen Charakter gibt, ohne die Hände zu verraten. Reclam nennt die Neuübertragung Norden und Süden; der englische Titel bleibt im Deutschen oft stehen.
Die Nachwelt hat sie lange hinter Dickens und George Eliot eingeordnet, als milde Pfarrersfrau. Das unterschlägt die Genauigkeit der Gassen und die Härte, mit der sie Heuchelei schneidet. Fernsehfassungen haben aus Thornton einen Stolz gemacht, der gut aussieht; das Buch ist kälter in der Not und wärmer in der Arbeit des Verstehens. Wer nur die Heirat liest, hat den Streik vergessen. Wer nur die Anklage sucht, hat den Süden nicht ernst genommen, aus dem Margaret kommt.
Werke
- North and South (1855)
In Auswahl außerdem: Mary Barton, Cranford, Wives and Daughters.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.