Ein Zimmer für sich allein
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Ein Zimmer für sich allein |
| Autor(en): | Virginia Woolf |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Fischer |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1929 |
| Seitenanzahl: | 160 Seiten |
| Originaltitel: | A Room of One's Own |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 359690739X |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783596907397 |
| Schlagwörter: | Schreiben, Geld, Bildung, Unabhängigkeit |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Essay |
| Rezensionen | |
Ein Zimmer für sich allein (englisch A Room of One's Own) ist der 1929 erschienene Essay von Virginia Woolf. Er behauptet, dass eine Frau Geld und einen eigenen Raum braucht, wenn sie dichten soll – nicht Begabung als Geheimnis, sondern Bedingungen.
Inhalt
Woolf geht von Vorträgen in Cambridge aus und erzählt, statt zu predigen. Eine Ich-Erzählerin wird vom Rasen der Männercolleges gescheucht, aus der Bibliothek gewiesen, an der mageren Tafel der Frauencolleges gesetzt. Aus diesen kleinen Demütigungen wird die These: Geistige Arbeit braucht Privatsphäre und ein Einkommen, das nicht vom Wohlwollen eines Mannes abhängt. Ohne beides bleibt das Talent stecken, und die Literaturgeschichte füllt sich mit Lücken, die wie Natur aussehen.
In der Mitte steht Judith Shakespeare, die erfundene Schwester des Dramatikers: ebenso begabt, ohne Latein, ohne Bühne, ohne Zimmer, am Ende tot. Woolf erfindet sie, um sichtbar zu machen, was die Archive nicht überliefern. Die Frauen, die schrieben, taten es oft heimlich, unter männlichem Namen, nach der Hausarbeit. Der Zorn in ihren Sätzen ist für Woolf kein Stilfehler der Person, sondern die Spur der Lage.
Der Essay bleibt heiter im Ton und hart in der Rechnung. Woolf will keine Heilige der Entbehrung. Sie will die materiellen Mittel, unter denen Sätze gelingen können, die nicht nur anklagen. Gegen Ende öffnet sich der Blick auf die Dichterin der Zukunft, die Judiths Leben zu Ende schreibt. Das ist keine Prophezeiung aus Optimismus. Es ist die Folgerung aus der Bedingung, die der Titel nennt.
Einordnung
Neben Mary Wollstonecrafts Eine Verteidigung der Rechte der Frau ist dies der englische Text, der Bildung in Geld und Raum übersetzt. Die Romane – Mrs Dalloway, Zum Leuchtturm – bleiben die Probe; der Essay gibt das Argument. Spätere Feministinnen haben den blinden Fleck benannt: Dienstmädchen, Hautfarbe, das eigene Milieu Bloomsbury. Die Formel vom Zimmer ist trotzdem in Universitäten, Schreibschulen und Alltagsreden geblieben. Wer nach 1929 über Frauen und Literatur spricht, ohne die Bedingungen zu nennen, spricht hinter Woolf.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
