E-Book:2026-08

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Monatsbericht der E-Book-Rubrik. Keine Meldungsliste, keine Kaufberatung. Die drei Felder – Kennzahlen, Lesegeräte, Verfügbarkeit – gelten den deutschsprachigen Markt.


Erster Monatsbericht der wiederaufgenommenen Rubrik. Der Börsenverein hat im Juli die Jahreszahlen 2025 vorgelegt: Das E-Book hält seinen kleinen Anteil, das Hörbuch wächst, und eine Studie vom August beziffert, wie maschinell erzeugte Titel den englischsprachigen Amazon-Katalog verdünnen.

Kennzahlen

Am 9. Juli 2026 veröffentlichte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Bericht Buchmarkt kompakt 2025/2026. Der Umsatzanteil der E-Books am Publikumsmarkt – ohne Schul- und Fachbuch – stieg von 6,1 auf 6,3 Prozent; der Umsatz selbst blieb unverändert. Das ist kein Aufbruch. Es ist dasselbe Plateau, das diese Rubrik 2019 bei fünf Prozent notierte, nur eine Stufe höher und auf einer 2025 umgestellten Stichprobe, die ältere Reihen nicht ohne Fußnote vergleichbar macht.

Zum Vergleich, weil es den Markt verschiebt: Der Umsatz mit Hörbüchern stieg 2025 um 13,2 Prozent. Der fortlaufende Abruf im Netz stieg um 23,1 Prozent, der einzelne Abruf um 9,2 Prozent. Der Buchmarkt insgesamt verlor 2025 2,7 Prozent auf 9,62 Milliarden Euro. Für Januar bis Juni 2026 nennt der Verband minus 4,1 Prozent Umsatz und minus 4,5 Prozent Absatz in den zentralen Vertriebswegen – ohne gesonderte E-Book-Zahl für dieses Halbjahr. Die fehlt; sie wird nicht geschätzt.

Lesegeräte

Farbe ist kein Versprechen mehr, sondern ein Regalfach. Amazons Kindle Colorsoft liegt 2026 in einer überarbeiteten Fassung vor (sieben Zoll, Kaleido-3-Display, Wasserfestigkeit); der tolino vision color bedient dasselbe Displayprinzip im Sortiment, offener im Format, mit Onleihe, oft günstiger im Laden. Stiftung Warentest hat den tolino vision color vorn gesehen, unter anderem wegen der Bedienung; die Farben bleiben auf beiden Geräten blasser als auf einem leuchtenden Bildschirm. Für Fließtext bleibt die einfarbige Fläche die schärfere. PocketBook hält die dritte Linie: offen, mit Bibliotheksanbindung, ohne den Namen der Buchkette.

Eine Kaufberatung ist das nicht. Es ist die Lage: drei Laden- und Gerätewelten, Farbe als Aufpreis, Schwarz-Weiß als Werkzeug.

Verfügbarkeit

Im Sortiment bleibt EPUB die Datei, die von einem Laden zum nächsten mitgeht; bei Amazon bleibt die Datei im Laden. Die öffentlichen Bibliotheken verleihen über die Onleihe, 2026 im Umbau auf eine neue Fassung, Abschluss der Umstellung für Ende des Jahres geplant. Seit März gibt es Plus-Lizenzen, die denselben Titel mehreren Entleihern zugleich geben – 52 Ausleihen in vier Jahren –, ein Versuch, die Warteschlange zu kürzen, ohne ein Exemplar im Sinne des gedruckten Bestands zu schaffen. Auf den Kindle führt dieser Weg nicht.

Was die Läden füllt, füllt sie ungleich. Verlage liefern das Programm mit Kopierschutz. Selbstverlegte Titel, oft maschinell erzeugt, stehen daneben, ohne Kennzeichnung auf der Käuferseite. Die Studie Generative AI floods and dilutes the market for books (Juli 2026, Daten bis Juni 2026) hat 14.419 selbstverlegte englischsprachige Unterhaltungsromane auf Amazon untersucht: Der Katalog wuchs um das 38,3-Fache, der Umsatz um das 8,9-Fache; auch Bücher ohne erkennbaren Maschinenanteil verloren. Das ist ein amerikanischer Befund. Er betrifft den deutschen Markt, weil Amazon derselbe Laden ist und die Kennzeichnung hier wie dort die Käuferseite nicht erreicht.

Markt und Recht

Seit dem 2. August 2026 gilt in der Europäischen Union die Pflicht, maschinell erzeugte Texte von öffentlichem Belang zu kennzeichnen. Die Kommission nimmt fiktionale Werke ausdrücklich aus. Amazon verlangt von Selbstverlegern seit 2023 eine Angabe im hinteren Formular; keines der 14.419 untersuchten Bücher trug sie vorn. Wer im August 2026 ein E-Book kauft, kauft in der Regel blind, ob eine Maschine den Satz gebaut hat.

Quellen

  • Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Wirtschaftspressekonferenz 9. Juli 2026: Buchmarkt kompakt 2025/2026; BuchMarkt und Börsenblatt.
  • Börsenverein: E-Book-Marktforschung (YouGov Shopper Panel Media & Entertainment).
  • Tuhin Chakrabarty u. a.: Generative AI floods and dilutes the market for books, arXiv:2607.20349, Juli 2026; BuchMarkt, 5. August 2026.
  • divibib: Onleihe 3, Stand 20. Juli 2026; Plus-Lizenz ekz, 3. März 2026.
  • Stiftung Warentest zur Kennzeichnung und zum KI-Gesetz der EU.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.