E-Book:Übersicht

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
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Die Rubrik E-Book verfolgt, was aus dem elektronischen Buch geworden ist: welche Titel erreichbar sind, auf welchen Geräten gelesen wird, und welchen Anteil am deutschsprachigen Publikumsmarkt die Datei hält. Täglich neue Links gibt es nicht mehr. Oben steht der laufende Monat; darunter die Entwicklung seit 1998. Die alte Linkliste (2011–2019) liegt im Archiv.

Laufender Bericht: August 2026 — Kennzahlen, Lesegeräte, Verfügbarkeit, Markt und Recht.
Der Börsenverein hat im Juli die Jahreszahlen 2025 vorgelegt: Das E-Book hält seinen kleinen Anteil, das Hörbuch wächst, und eine Studie vom August beziffert, wie maschinell erzeugte Titel den englischsprachigen Amazon-Katalog verdünnen. Der nächste Bericht folgt im September.

Stand, August 2026

Die drei Felder, die jeder Monatsbericht fortschreibt. Fehlt eine belastbare Zahl, bleibt die Lücke sichtbar. Der ausgeführte Text steht unter E-Book:2026-08.

Kennzahlen

Anteil am Publikumsmarkt 2025: 6,3 Prozent (ohne Schul- und Fachbuch), nach 6,1 Prozent im Jahr davor; der Umsatz selbst blieb unverändert. Hörbuch 2025: plus 13,2 Prozent. Buchmarkt insgesamt 2025: 9,62 Milliarden Euro, minus 2,7 Prozent. Januar bis Juni 2026: minus 4,1 Prozent Umsatz in den zentralen Vertriebswegen – ohne gesonderte E-Book-Halbjahreszahl. Die fehlt; sie wird nicht geschätzt. Ältere Reihen vor 2025 sind wegen einer Stichprobenumstellung nicht ohne Fußnote vergleichbar.

Lesegeräte

Drei Linien: Amazon (Kindle, darunter Colorsoft mit Farbe), das Sortiment (tolino vision color), offene Geräte (PocketBook). Farbe ist ein Regalfach, Schwarz-Weiß bleibt für Fließtext die schärfere Fläche. Der Kindle liest Amazons Laden; tolino und PocketBook lesen EPUB und die Onleihe. Telefon und flacher Rechner tragen Softwarelesen; das Spezialgerät hat sich gehalten.

Verfügbarkeit

Im Sortiment ist EPUB die Regel, bei Amazon das eigene Format. Leihen geht über die Onleihe (2026 im Umbau, Plus-Lizenzen seit März); der Kindle bleibt ausgeschlossen. Pauschalabos stehen neben dem Einzelkauf. KI-erzeugte Titel stehen in den Läden, ohne Kennzeichnung auf der Käuferseite. Seit dem 2. August 2026 gilt in der EU eine Kennzeichnung für maschinell erzeugte Texte von öffentlichem Belang; Romane nimmt die Kommission aus.

Die Entwicklung

1998 bis 2006: der erste Anlauf

Spezialgeräte für digitale Bücher gibt es, seit NuvoMedia 1998 das Rocket eBook vorstellte. Schon dieses Gerät setzte auf elektronische Tinte: ein Display, das Licht nicht selbst erzeugt, sondern wie Papier reflektiert, und das den Strom nur beim Umblättern braucht. Palmtops und frühe Mobiltelefone konnten Texte anzeigen, Fachverlage digitalisierten Lehrbücher, während Belletristik und Kinderbuch auf Papier blieben. Zwei Dateiformate trugen den Aufschwung der neunziger Jahre: HTML für das Netz, PDF für die feste Seite. Der Markt für Lesegeräte brach nach 2000 wieder ein. Ein Zeitdokument dieser Jahre, stehengeblieben bei Kindle 2, Sony Reader und Mobipocket, ist der Essay Essay:E-Book Lesegeräte und E-Books.

2007 bis 2013: Kindle, EPUB, tolino

Im November 2007 brachte Amazon den Kindle in die Vereinigten Staaten; das Gerät verkaufte sich über den eigenen Laden und band die gekaufte Datei an Amazons Format. 2007 wurde auch EPUB als offenes, zeilenbrechendes Format vorgestellt, das sich der Bildschirmbreite anpasst. Deutschland kam später. Libreka, später an den Verzeichnis lieferbarer Bücher gekoppelt, sollte eine Antwort des Börsenvereins auf Amazon und Google sein. 2013 stellten deutsche Buchhändler den tolino dagegen: ein Lesegerät und ein Laden, an dem Thalia, Weltbild, Hugendubel und andere Sortimenter beteiligt waren, mit EPUB statt Amazons Eigenformat. Der Streit um die Marktmacht des Versandhändlers war damit nicht entschieden, aber das Sortiment hatte ein Gerät.

2014 bis 2019: das Plateau

Die alten Nachrichten dieser Rubrik enden im Mai 2019 mit einem Satz, der die Jahre danach vorwegnimmt: Der Umsatzanteil der E-Books bleibe bei fünf Prozent stehen; das elektronische Buch sei kein Ausweg aus der Krise des Buchhandels. Dazwischen lag, was die Linkliste festgehalten hat. Amazon führte 2014 in Deutschland das Pauschalabo Kindle Unlimited ein. Der Europäische Gerichtshof erlaubte Bibliotheken, gedruckte Bücher zu digitalisieren und auszuleihen; denselben Gerichtshof und nationale Gerichte beschäftigte, dass gekaufte E-Books in der Regel nicht weiterverkauft werden dürfen – die Datei ist eine Lizenz, kein Exemplar. Verlage und Amazon stritten um Rabatte; Autorinnen und Autoren schrieben Protestbriefe. Das Selbstverlegen (englisch self-publishing) wuchs, ohne die Verlage zu ersetzen. Der Anteil am Publikumsmarkt bewegte sich um die fünf Prozent. Das gedruckte Buch blieb die Regel.

2020 bis 2026: Hörbuch zieht vorbei, Farbe kommt

Die Pandemie hob die Nachfrage nach Dateien; danach fiel der Markt zurück auf ein Plateau, nur etwas höher als 2019. Das elektronische Buch hat das gedruckte nicht verdrängt; das gehörte Buch holt es auf der Spur der Aufmerksamkeit ein. Elektronische Tinte bekam Licht, Wasserfestigkeit und Farbe. Die Onleihe behandelt Verfügbarkeit als Vertrag, nicht als Bestand. Was in den Läden liegt, ist unübersichtlicher geworden – Verlagsprogramm mit Kopierschutz neben selbstverlegten, oft maschinell erzeugten Titeln. Den Stand dieser Jahre fortschreibt der Bericht August 2026.

Weiterlesen

Quellen

  • Börsenverein des Deutschen Buchhandels: E-Books, Marktforschung mit YouGov Shopper Panel Media & Entertainment.
  • Börsenverein: Buchmarkt kompakt 2025/2026; Zusammenfassung u. a. bei BuchMarkt, 9. Juli 2026.
  • Tuhin Chakrabarty, Xinyue Liu, Jane C. Ginsburg, Paramveer Dhillon: Generative AI floods and dilutes the market for books, arXiv:2607.20349, Juli 2026; deutsch referiert bei BuchMarkt, 5. August 2026.
  • divibib: Onleihe 3, Stand 20. Juli 2026; Plus-Lizenz ab März 2026.
  • Stiftung Warentest zur Kennzeichnung maschinell erzeugter Bücher und zum KI-Gesetz der EU ab 2. August 2026.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.