Die Verdammten dieser Erde
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Die Verdammten dieser Erde |
| Autor(en): | Frantz Fanon |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1961 |
| Seitenanzahl: | 320 Seiten |
| Originaltitel: | Les Damnés de la terre |
| Originalsprache: | französisch |
| ISBN-10: | 3518116681 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783518116685 |
| Schlagwörter: | Kolonie, Gewalt, Befreiung, Algerien |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Gesellschaftstheorie |
| Rezensionen | |
Die Verdammten dieser Erde (französisch Les Damnés de la terre) ist der 1961 erschienene politische Essay von Frantz Fanon. Jean-Paul Sartre schrieb das Vorwort; Fanon starb im Jahr der Veröffentlichung an Leukämie.
Inhalt
Fanon, Psychiater aus Martinique, Arzt in Algerien, dann Kämpfer der Befreiungsfront, analysiert die Kolonie als Raum der Gewalt. Der Siedler und der Kolonisierte stehen sich nicht als Missverständnis gegenüber, sondern als zwei Zonen: die hellen, die dunklen. Entkolonialisierung ist keine Verhandlung, sie ist das Umkehren dieser Ordnung. Gewalt, schreibt Fanon, ist unter diesen Bedingungen nicht das Gegenteil der Politik, sondern ihre erste Sprache – weil die Kolonie selbst durch Gewalt zusammengehalten wird.
Das Buch geht über die These hinaus, für die es berühmt wurde. Fanon warnt vor der nationalen Bourgeoisie, die nach der Unabhängigkeit die Stelle der Kolonialherren einnimmt; vor dem Stamm, der die Nation zerreißt; vor einer Kultur der Befreiung, die Folklore wird statt Zukunft. Er schreibt als Psychiater über die Traumata auf beiden Seiten und als Revolutionär über Afrika, das nicht Europa kopieren soll.
Sartres Vorwort hat die europäische Linke elektrisiert und Fanons Differenz oft zugedeckt: Fanon schreibt nicht für Paris, er schreibt für die Verdammten. Die Verallgemeinerung von Algerien auf alle Kolonien ist seine Stärke und die Angriffsfläche der Kritiker.
Einordnung
Das Buch wurde zur Bibel der Befreiungsbewegungen, von Algerien bis zu den Black Panthers, und zur Pflichtlektüre jeder postkolonialen Theorie. Neben Edward Saids Orientalismus steht es als der Text, der nicht das Wissen der Herren, sondern die Lage der Beherrschten zum Ausgang nimmt. Wer Gewalt in der Politik nach 1961 diskutiert, kommt an Fanon nicht vorbei – weder die, die ihn zitieren, noch die, die ihn fürchten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.