Der letzte Mohikaner

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der letzte Mohikaner
Autor(en): James Fenimore Cooper
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Insel Verlag
Serie:
Erscheinungsjahr: 1826
Seitenanzahl: 451 Seiten
Originaltitel: The Last of the Mohicans
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3458324909
ISBN-13/

EAN-Code:

9783458324904
Schlagwörter: Grenzland, Krieg, Mohikaner, Verfolgung
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Der letzte Mohikaner von James Fenimore Cooper erschien 1826 als zweiter der Lederstrumpf-Romane, nach Der Wildtöter und vor den späteren Bänden um denselben Mann. Die Handlung spielt 1757 im britisch-französischen Krieg um die nordamerikanischen Kolonien, am Hudson und an den Seen, als Fort William Henry fällt. Cooper, der die Grenze New Yorks aus Erzählungen kannte, macht aus Verfolgung, Wald und Bündnis ein Buch, das Europa das Bild vom edlen und vom grausamen Ureinwohner geliefert hat. Der Titel meint Uncas, Sohn des Mohikaners Chingachgook; der weiße Jäger Natty Bumppo, Hawkeye genannt, führt und überlebt. Der Roman ist Kriegsbuch, Liebesgeschichte und Grabrede auf ein Volk, das Cooper schon als verschwindend dachte.

Inhalt

Major Heyward geleitet Cora und Alice Munro, Töchter des britischen Kommandanten, durch den Wald nach Fort William Henry. Der Führer Magua, ein Hurone, der den Briten dient und sie hasst, will die Frauen in einen Hinterhalt führen. Hawkeye, Chingachgook und Uncas kreuzen den Weg, entlarven Magua und retten die Gruppe über Fluss und Höhle. Magua entkommt. Im Fort herrscht Hunger; Oberst Munro kapituliert vor den Franzosen unter Montcalm. Beim Abzug überfallen Maguas Krieger die Kolonne, es kommt zum Massaker, das Cooper nach Berichten des historischen Falls zeichnet. Cora und Alice werden verschleppt.

Hawkeye, die Mohikaner, Heyward und Munro folgen der Spur zu den Dörfern der Huronen. Alice wird befreit; Cora bleibt in Maguas Gewalt, weil er sie heiraten oder töten will, aus Rache an Munro, der ihn einst auspeitschen ließ. Uncas, der Cora liebt, wirft sich in die Verhandlung und den Kampf. In den Klippen fallen Uncas und Cora, Magua stirbt durch Hawkeyes Gewehr, Chingachgook begräbt den Sohn. Hawkeye sagt, er sei ohne Stamm, ohne Kind, und bleibe im Wald: der letzte Mohikaner ist tot, der letzte weiße Waldläufer geht weiter. Cooper lässt den Wald sprechen in Zeichen, Zweigen, Wasserfällen, in der Sprache der Fährte, die die Weißen nur durch Hawkeye verstehen.

Die Figuren tragen Typen: Cora, die Dunklere, mutig und einer versklavten Mutter entstammend; Alice, die Blonde, hilfsbedürftig; Heyward, der Offizier; David Gamut, der Psalmänger, den der Wald zur komischen Figur macht. Magua ist Rächer und Verführer, beredt und unversöhnlich. Uncas vereint Schönheit, Treue und den Tod, den das Buch als Adel auslegt. Die Freundschaft zwischen Hawkeye und Chingachgook, schon in anderen Bänden begründet, hält das moralische Zentrum. Es sind zwei Männer, die keiner Siedlung gehören und den Wald als einzige Ordnung gelten lassen.

Einordnung

Cooper hat den Grenzroman erfunden, den Europa als Wildnisbuch las und Amerika als Gründungsmythos. Chateaubriand und Scott stehen im Hintergrund; der Wald New Yorks wird zur Bühne eines Rittertums ohne Hof. Die historische Gewalt – Vertreibung, Massaker, Bündnisse, die Briten und Franzosen mit Stämmen schlossen und brachen – erscheint, aber durch das Raster edler und verderbter Ureinwohner. Spätere Kritik hat Magua als Schablone und Uncas als Wunschbild gelesen, Hawkeyes weiße Überlegenheit als Lehre. Verfilmungen, vor allem die von 1992, haben die Liebe Uncas-Cora und Hawkeyes Schießkunst verstärkt, die Trauer Chingachgooks oft verkürzt.

In Deutschland gehörte Lederstrumpf zum Jugendkanon, oft gekürzt um Politik und Grausamkeit. Die Insel-Ausgabe hält den Roman als Literatur fest, nicht als Vorstufe zu Karl May. Wer heute vom letzten Mohikaner spricht, spricht oft vom Verschwinden, das Cooper betrauerte, während weiße Siedlung weiter vorrückte. Das Buch bleibt zwingend in der Verfolgungsjagd und anfechtbar in der Ordnung der Völker. Neben den europäischen Schauer- und Ritterromanen der zwanziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts steht hier die amerikanische Wildnis als moralische Landschaft, in der Freundschaft zählt und Herkunft tötet.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.