Das Unsterblichkeitsprogramm

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Das Unsterblichkeitsprogramm
Autor(en): Richard K. Morgan
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Heyne
Serie:
Erscheinungsjahr: 2002
Seitenanzahl: 608 Seiten
Originaltitel: Altered Carbon
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 345331865X
ISBN-13/

EAN-Code:

9783453318656
Schlagwörter: Bewusstsein, Körper, Mord, Reichtum
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Das Unsterblichkeitsprogramm ist der erste Roman von Richard K. Morgan, 2002 als Altered Carbon erschienen, 2004 auf Deutsch bei Heyne. Im sechsundzwanzigsten Jahrhundert liegt das Bewusstsein in einem Datenspeicher im Nacken; stirbt der Körper, die Hülle, kann man den Menschen in einen neuen laden, sofern der Speicher heil bleibt und jemand zahlt. Takeshi Kovacs, ehemaliger Elitesoldat, wird nach einer Hinrichtung aus der Einlagerung geholt, um auf der Erde einen Mord zu klären, den das Opfer selbst nicht für Selbsttötung hält. Morgan hat den Zukunftsroman mit dem Detektivroman der harten Schule gekreuzt und 2003 den Philip-K.-Dick-Preis gewonnen. 2018 machte Netflix eine Serie daraus, die den englischen Titel behielt.

Inhalt

Kovacs und seine Gefährtin Sarah werden auf einem Kolonialplaneten erschossen; er wandert in die Einlagerung. Erwacht findet er sich auf der Erde wieder, in Bay City, im gemieteten Körper des Polizisten Elias Ryker. Auftraggeber ist Laurens Bancroft, mehr als dreihundert Jahre alt, einer der Methusalems, die sich Klone und Sicherungskopien leisten und den Tod nur noch als Unfall ohne Kopie kennen. Bancroft lag mit zerschossenem Kopf in seinem Haus; die Polizei spricht von Selbsttötung, weil der letzte Speicherstand Stunden vorher liegt und das Motiv fehlt. Er glaubt an Mord und kauft Kovacs, der nicht ablehnen kann. Die Polizistin Kristin Ortega von der Abteilung für organische Defekte war Rykers Partnerin und wacht über die Hülle, in der jetzt ein Fremder steckt.

Kovacs ermittelt in einer Stadt, in der Arme den wirklichen Tod sterben, weil niemand sie neu lädt, und Reiche Jahrhunderte dauern. Das Hotel, eine künstliche Intelligenz namens Poe, der Sex, die Gewalt, die alten Verbindungen zur Triade: Morgan spart nichts aus. Hinter dem Fall steht Reileen Kawahara, Triadenchefin und, wie sich zeigt, mit Kovacs verwoben, die eine geplante Resolution der Vereinten Nationen verhindern will, welche den Armen denselben Anspruch auf Wiederbelebung geben würde wie den Reichen. Bancrofts Tod war Teil dieser Unterdrückung, nicht bloße Eitelkeit. Ortega wird zur Verbündeten und zur Gefahr, weil Rykers Gesicht Türen öffnet, die Kovacs nicht verdient.

Kovacs überlistet Kawahara: Er verseucht ihre Sicherungskopien mit einem Virus, sodass man sie nicht zurückholen kann, und tötet sie im Körper so, dass auch der Speicher im Nacken zerstört ist – der wirkliche Tod, den das Buch als seltene Strafe kennt. Bancroft hat seine Antwort und bleibt, was er war: unsterblich auf Kosten anderer. Kovacs hat einen Körper geliehen und eine Erde gesehen, die den Kolonien nicht gleicht. Morgan lässt die Technik nicht als Segen stehen. Unsterblichkeit ist ein Programm für die, die den Preis zahlen. Der Titel im Deutschen klingt nach Heilsplan; das Original nach verändertem Kohlenstoff, dem Stoff, aus dem die Hüllen sind.

Einordnung

Morgan hat Raymond Chandlers Detektiv in William Gibsons Stadt gesetzt und die Frage gestellt, was Identität noch sei, wenn das Ich wanderfähig ist. Der Speicher im Nacken macht den Mord zum Diebstahl oder zur Unterbrechung, je nach Konto; die Seele ist eine Datei mit Kopierschutz für Reiche. Vergleiche mit Philip K. Dick liegen nahe, nicht nur wegen des Preises: Wer bin ich, wenn der Körper wechselt? Morgan ist derbere, sexuell expliziter, politischer in der Schichtung von Methusalems und Wegwerfbaren. Die Netflix-Serie hat Gesichter und Stockwerke, streicht und erfindet; Kovacs bleibt der Mann, der in fremder Haut einen fremden Tod verkauft bekommt.

Wer nach 2002 über digitale Unsterblichkeit als Klassenfrage spricht, spricht hinter Bancroft und Kawahara; wer das Buch für bloße Zukunftsspannung hält, hat die Resolution 653 und die Armen ohne Sicherungskopie nicht gelesen. Heyne hat den Band zur Serie neu aufgelegt, 608 Seiten schwer. Die Fortsetzungen um Kovacs führen weg von der Erde; dieser erste Roman braucht die Erde, weil nur hier die Ungleichheit so alt und so teuer ist. Sterben ist in dieser Welt schwierig, gerecht sterben unmöglich.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.